Dienstag, 13. Juli 2010

"Amalthea": Hintergruende

Wie Kol Israel meldet, hat die Marine der ZAHAL erste Versuche unternommen, mit der Besatzung des libyschen Frachters Amalthea, der Kurs auf Gaza haelt, in Kontakt zu treten. Die Marine hat ein Radiogramm gesendet, wonach die Besatzung aufgefordert wird, den Kurs zu wechseln und das Schiff entweder in den Hafen Aschdod oder el Arish zu lenken, um die Fracht auf dem Landweg weiter zu transportieren. Eine Antwort gab es bisher nicht. Jerusalem hat sich erneut an den UN-Generalsekretaer und die EU-Aussenminister mit der Bitte gewandt, ihren Einfluss geltend zu machen, um die Schiffsbesatzung zum Einlenken zu bewegen, sowie solche Provokationen kuenftig nicht zuzulassen. Die aegyptischen Behoerden haben dem Andocken in el Arisch inziwschen zugestimmt, meldet Kol Israel weiter. Die Rechtskommission des israelischen Aussenministeriums empfiehlt indes, das Schiff nur in den Territorialgewaessern, wenn es unumgaenglich sein soll, zu entern: der offizielle Zielhafen des Schiffes ist laut Bordpapieren el Arisch, deshlab reichen die Erklaerungen der Schiffsbesatzung, man steuere Gaza an, rein juristisch nicht aus, um dem Schiff in den internationalen Gewaessern zu begegnen.
Langsam kommen auch die Hintergruende der aktuellen Flottille ans Tageslicht. Laut Debka bedient die libysche Hamas-Hilfsaktion aehnlich wie die tuerkische Mava Marmara in erster Linie innenpolitische Interessen. Es ist eindeutig erwiesen, dass sich mit dem neuen "Brand" namens "Rettung der unter israelischer Blockade - nicht unter der Hamas - "notleidenden Bevoelkerung Gazas" grosses innenpolitisches Kapital schlagen laesst, und nicht nur das. Aehnlich wie Erdogan diese Aktion zur Realisierung seines Projekts der schleichenden islamischen Revolution nutzte, so ist auch die libysche "humanitaere Aktion" im innenpolitischen Zusammenhang dieses Landes zu sehen: dort tobt bereits der Kampf um das Erbe von Muammar Abu Minyar al-Gaddafi, der fuer 2013 plant, seinen Stuhl fuer einen seiner Soehne zu raeumen. Waehrend der aelteste Sohn Saif al-Islam ["Schwert des Islam"] sich fuer einen natuerlichen Nachfolger haelt, soll der Diktator seinen vierten Sohn Muatassem-Billah bevorzugen, der mit seinem Vater zusammen gerade alles unternimmt, um Saif mit der Provokation nicht punkten zu lassen. Zu diesem Zweck haben die libyschen Behoerden beispielsweise alle Privatfluege von Libyen aus nach Aegypten, Griechenland und Zypern abgesagt, um auszuschliessen, dass das Schwert des Islam Libyen verlaesst und der "HIlfsaktion" an irgendeiner Station ihrer Fahrt beitritt.

1 Kommentar:

  1. schalom ,die seeblockade muss unbe
    dingt bleiben.jedes nachgeben israels
    wird als schwäche angesehen.karl

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