Mittwoch, 21. Juli 2010

Amiri: der faule Koeder fuer die CIA

Wenn man den Berichten und Einschaetzungen israleischer und US-Amerikanischer Medien Glauben schenkt, dann ist die Geschichte mit dem iranischen "Atomwissenschaftler" Shahram Amiri eine der groessten oeffentlich gewordenen Blamagen des US-Auslandsgeheimdienstes CIA. Im Fruehsommer 2009 verschwand Amiri waehrend seiner Pilgerreise in Mekka. Israelische [ha'Aretz] und US-Medien berichteten damals, er habe die USA um Asyl ersucht, waehrend die iranische Regierung behauptete, er sei vom US-Geheimdienst entfuehrt worden. Wie auch immer, befand sich Amiri mehr als ein lang in den USA und versorgte die CIA mit "signifikanten", as ihrer Sicht, "Details" ueber das iranische Atomwaffenprogramm. Am 13 July fluechtete er jedoch unerwartet in die Botschaft Pakistans in Washington DC und kehrte letzte Woche in den Iran zurueck, wo er als Nationalheld empfangen wurde. Die 5 Mio. $ Belohnung fuer die "signifikanten Details" hat er nicht mitgenommen. Arutz 7 zitiert eine iranische Nachrichtenagentur, die unter Berufung auf eine "gut informierte" Quelle meldet, dass der letzte Woche aus den USA gefluechtete Amiri "sehr wertvolle" Informationen ueber die CIA gesammelt habe. Im ausfuehrlichen Bericht ueber den Fall Amiri berichtet Debka u. a., dass Amiri sehr wahrscheinlich ein Jahr lang eine gezielte Disinformation ueber das Atomprogramm im Auftrag der und gesteuert von den iranischen Revolutionsgarden gefuehrt habe. Waehrend die CIA dachte, ueber das Regime mehr gewusst zu haben, als es denkt, weiss nun das Regime in Teheran mehr ueber die CIA, als ihr lieber waere. Ein iranischer Offizieller soll laut Debka gar behauptet haben, Amiri sei gar kein Atomphysiker gewesen, sondern nur ein Doppelagent der IRI in den USA. Nicht zuletzt auch dieser Fall hat zum Umdenken und zu intensivierten militaerischen Vorbereitungen der USA im Persischen Golf und andernorts gefuehrt. Man wird nie wissen, wer in diesen Geheimdienstkriegen wen ueber den Tisch gezogen hat, die CIA ist schliesslich so blauaeugig auch nicht. Debka zitiert einen hochrangigen Geheimdienstmitarbeiter in Washington, allerdings mit den Worten, dass er nicht ueberrascht waere, wenn er "eines Morgens aufwachen und erfahren wuerde, dass die Iraner einen unterirdischen Nukleartest durchgefuehrt haben". Nach Nordkorea ist ohnehin niemand mehr ueberrascht. (Foto: Amiri)

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