Sonntag, 11. Juli 2010

Ehemaliger Revolutionsgardist warnt

"Reza Khalili" - der wahre Name ist unbekannt - ist ehemaliger Offizier der iranischen Revolutionsgarden, der in die USA fluechtete. Den Garden trat er nach eigenen Angaben 1979 bei, liess sich jedoch relativ kurz darauf von der CIA "umdrehen", weil er mit dem herrschenden Regime, das sich mit Folterungen, Vergewaltigungen und Morden befleckt hatte, nicht einverstanden war. 10 Jahre lang soll er Informationen zu den Aktivitaeten der Garden an die amerikanischen Geheimdienste weitergeleitet haben, bevor er selbst in die USA fluechtete. Nach den Terroranschlaegen vom 11 September 2001 sowie verstaerkt nach der Wahl von Ahmadinedschad zum Praesidenten 2005 nahm er Kontakte zu seinen Agenten in den Garden und die Informationsbeschaffung an die USA wieder auf. 
Auf der Konferenz des washingtoner Instituts fuer Nahoststudien trat Khalili maskiert auf, mit einer Baseballkappe, grosser Sonnenbrille und einem das Gesicht vollstaendig verdeckenden Tuch sowie einer veraenderten Stimme und einem persoenlichen Leibwaechter. Dem Publikum sagte Khalili, dass der Iran ohne zu zoegern Israel, die Staaten des Persischen Golfs und europaeische Metropolen angreifen werde, sollte er nicht rechtzeitig gestoppt werden. Die Fuehrung in Teheran sei durch messianische und apokalyptische Vorstellungen geleitet und bereite sich vor "die schlimmsten Selbstmordanschlaege der Menschheitsgeschichte" zu verueben, so Khalili weiter. Er rief dazu auf, einen Praeventivschlag gegen das Regime in Teheran zu verueben, ohne die Bevoelkerung und die Infrastrukur in Mitleidenschaft zu ziehen. Der Kurs des jetzigen US-Praesidenten, der mit dem Regime Verhandlungen fuehren moechte, haelt er fuer verfehlt, weil das Regime dies als Schwaeche interpretiert - und die iranische Opposition als Verrat. Er riet der US-Administration "aufzuwachen" und zu verstehen, dass das iranische Regime irrational ist. Auf der Konferenz stellte Khalili sein Buch "Zeit des Verrats: das Leben eines Doppelagenten der CIA in den Garden der islamischen Revolution" vor.

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