Donnerstag, 8. Juli 2010

Erekat: Wiederbelebung des UN-Teilungsplans 1947

Der Vorsitzende der Liga der arabischen Staaten Amr Moussa hat sich pessimistisch über die Perspektive von direkten Nahos-Friedensverhandlungen gezeigt. Nach dem Treffen mit dem Quartettdirigenten Tony Blair sagte Moussa: "Ausgehend von der langjährigen Erfahrung denke ich, dass die Chance von direkten Verhandlungen minimal ist. Wenn man schon bei den indirekten Verhandlungen keine Basis findet, sind auch die Chancen bei den direkten nicht besonders gross."
Ein "Novum" ist derweil die jüngste Idee des PA-Cheunterhändlers Erekat. Danach sollte sich die Strategie und Taktik Ramallahs bald ändern: von nun an werde der Staat "Palästina" seine Anerkennung als [x-ter] unabhängiger arabischer Staat seitens der UNO und deren Mitgliedsstaaten anstreben, anstelle auf die Geburt des Palästinensesrstaates als Ergebnis der Friedensverhandlungen mit Israel zu warten. Diese Idee ist nicht neu, denn 1947 wurde im wohlbekannten UN-Teilungsplan nicht nur ein jüdischer sondern auch ein arabischer Staat geschaffen. Die Juden hatten daraufhin den schmalen Küstenstreifen ihrer einstigen Heimat akzeptiert - die Araber hatten die Resolution abgelehnt und reagierten mit einem durchaus aussichtsreichen Vernichtungskrieg. Nun, wer seitdem in der UNO mehr Freunde hat, und was eine solche Wendung für Israel mit sich bringen würde, kann man sich gut ausmalen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen