Freitag, 9. Juli 2010

"Friedenstaube" Abbas irritiert

Wie so oft, gehen in Nahost Friedens- und Kriegsgespräche Hand in Hand - und je intensiver die ersteren, umso heftiger auch die letzteren. Während US-Präsident Hussein und Premier Netanjahu sich in gegenseitigen Komplimenten ergehen und einander Ausnahmequalitäten bescheinigen und der israelische Premier "sei es heute oder morgen an jeden Ort der Welt" fahren will, um mit Abbas Frieden zu schliessen, wird der PA- und Fatah-Boss von der saudischen Zeitung Al Hayat mit seiner geheimen Ansprache an die Führer der arabischen Welt wie folgt zitiert: "Wenn ihr Krieg wollt, und wenn ihr bereit seid, gegen Israel zu kämpfen, werden wir diese Entscheidung mittragen. Aber die Palästinenser werden nicht alleine kämpfen - wir haben schlicht keine Möglichkeit dazu. Die arabischen Städte [in Juda und Samaria] wurden infolge israelischer Vergeltungsoperationen fast vollständig zerstört. Wir wollen keine unendliche Wiederholung von Gewalt und Besatzung", fügte er hinzu. Man muss nicht schockiert sein, wenn die latente Logik des Nahostkonflikts, und die Strategie der PA-Führer darin, plötzlich manifest werden. Vor diesem Hintergrund wird auch das breite Lächeln von Hussein und Netanjahu bei ihren jüngsten öffentlichen Statements zu den baldigen Friedensgesprächen verständlicher: es handelt sich um die lobenswerte Fähigkeit, auch mal über sich selbst zu lachen.

1 Kommentar:

  1. schalom ,ich habe schon zigmal geshrie
    ben das abba und der fatah nicht zu
    trauen ist.ich behaupte das abba längst nicht mehr leben würde ,wenn
    er nicht gemeinsame sache mit hamas
    und genossen machen würde. die fatah
    würde jederzeit mit den anderen arabern israel angreifen.karl

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