Mittwoch, 7. Juli 2010

Geheime Aktenuebergabe beim USA-Israel-Gipfel

Der israelische Armeerundfunk Galej Zahal hat heute von der Uebergabe eines streng geheimen Papieres ueber die israelisch-amerikanische Zusammenarbeit im Bereich von Nukleartechnologien berichtet ,die waehrend des gestrigen Gipfels stattgefunden haben soll. Die USA beabsichtigen darin, "Israel Materialien zur Stromerzeugung sowie nukleare Technologien und Ausruestung zu verkaufen". 
Es sei daran erinnert, dass das weder bestaetigte noch dementierte Nuklearpotential Israels seinerzeit mit franzoesischer HIlfe - und gegen den Willen der USA - entwickelt wurde. Paradoxerweise bestehen bis jetzt ausgerechnet zwischen den Hauptverbuendeten USA und Israel keine Kooperationsabkommen im Nuklearbereich, soweit die oeffentlichen Quellen es hergeben. Ein angebliches Atomkraftwerk, als letzte Lebensversicherung des von Feinden umgebenen Staates, hat die damalige Kennedy-Administration nicht weniger wuetend gemacht als der Bauprojekt in Ramat Schomo die jetzige. Was auch immer hinter der 180-Grad-Wendung Husseins, der noch vor zwei Monaten die israelfeindliche Resolution des letzten Atomgipfels in Washington mitgetragen hatte, stehen mag - aber, dass der amerikanische Praesident seine Prioritaeten - nach aussen hin jedenfalls - von der Entwaffnung Israel hin zur Sicherstellung der Notwendigen abschrekenden Ueberlegenheit des juedischen Staates verschoben hatte, berechtigt zum verhaltenen Optimismus. Diese Rueckker zur jahrzehntelangen Selbstverstaendlichkeit wird jetzt als Erfolg gefeiert. Man muss angesichts der Konfliktdynamik und der Gefaehrdungslagen in Nahost klar erkennen, dass die Ziele "atomwaffenfreier Naher Osten", wie es die Tuerkei und Aegypten fordern, und "Stabilitaet und Sicherheit" jedes fuer sich ja begruessenwert sind- sich aber gegenwaertig, und solweit man absehen kann auch kuenftig, ausschliessen.

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