Sonntag, 11. Juli 2010

Hisballah beklagt "Weltverschwoerung" und greift UNIFIL an

Die londoner Zeitung al-Sharq al-Awsat zitiert einen nicht namentlich benannten hochrangigen Mitglied der Hisballah, wonach Israel und Frankreich eine geheime Allainz gegen die Terrorarmee eingegangen seien. Dies bezeugten die juengsten Zusammenstoesse zwischen den Dorfbewohnern Suedlibanons und den multinationalen UNIFIL-Truppen. Obwohl klar ist, von wem die Aggression ausging, seien diese Handlungen, so die Quelle der Terrororganisation, darauf gerichtet, Druck auf die Hisballah auszuueben. Zusaetzlich sollen auf Verlangen des franzoesischen Teilkontingents die Regeln der Feuereroeffnung im Sinne eines besseren Eigenschutzes geaendert werden. Die Terrorarme spricht von einer "internaionalen Verschwoerung" gegen sie und beschuldigt Frankreich, eine aehnliche "antiislamische" Politik wie 1956 bei der Suezkrise zu verfolgen. Damals hatten franzoesische, britische und israelische Streitkraefte die Beendigung der Blockade des Suezkanals fuer die internationale Schifffahrt erzwungen. Die von Israel bereitgestellten Geheimdienstdaten zur Truppenkonzentration der schiitischen Terrorarme in Suedlibanon ungeachtet der UN-Resolution 1701 seien laut Hisballah "fabriziert".
Nach dem Ueberfall auf die israelische Grenzpatrouille vor genau vier Jahren begann der zweite Libanonkrieg. Derweil gilt als gesichert, dass die von Iran aus gesteuerte Terrorarmee seit Kriegsende 2006  ca. 20.000 in Terrorcamps von den iranischen Revolutionsgarden trainierte Kaempfer suedlich des Litani-Flusses konzentriert, 160 Stuetzpunkte eingerichtet und geschaetzte 40.000 Raketen unterschiedlicher Reichweite angesammelt hat. Beobachter der israelischen Debka erklaeren die sich haeufenden Uebergriffe der Hisballah auf die UNIFIL mit dem Bestreben, durch die Einschuechterung der Friedenstruppe sich mehr Handlungsspielraum im suedlibanesischen Grenzgebiet zu Israel zu verschaffen. Ferner ist in Libanon der Oberbefehlshaber der iranischen Garden ausserhalb des Iran Hossein Mahadavi angekommen. Ohne grossen Laerm verstaerkt die ZAHAL ihre Verteidigungseinrichtungen entlang der Nordgrenze.

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