Dienstag, 13. Juli 2010

Mubarak sagt Treffen mit Netanjahu ab

Zum dritten mal wird das israelisch-aegyptische Gipfeltreffen auf Bitten Aegyptens vertagt. Offiziell wird der "dichte Terminplan" des Praesidenten Mubarak als Grund angefuehrt. Der wahre Grund ist wohl die schwere Erkrankung das aegyptischen Praesidenten. Bei seinem letzten Besuch in Frankreich habe sich der Gesundheitszustand des 82-jaehrigen wieder verschlechtert. Dem Bericht der libanesischen Zeitung As Safir zur Folge soll Mubarak in den naechsten zwei Tagen wieder nach Deutschland fliegen, wo er im Maerz dieses Jahres schon einmal - in der Uniklinik Heidelberg - behandelt wurde. Debka und andere israelische Medien berichten, Mubarak habe Speiseroehrenkrebs. Gestern berichtete Arutz 7, dass der geistliche Oberhaupt der israelischen Schas-Partei Rav Ovadia Josef, der zwischen 1947 und 50 Hauptrabbiner der - damals noch grossen - juedischen Gemeinde Aegyptens war, einen Brief an Mubarak mit dem Segen fuer die baldige Genesung des aegyptischen Praesidenten uebergeben hatte. Mubarak gilt als einer der wenigen Stabilitaetsfaktoren in Noahost, unter seiner Fuehrung gingen Israel und Aegypten gemeinsam gegen die terroristischen Herausforderungen der Hamas und Hisballah vor, die militaerische Zusammenarbeit erreichte mit der Fahrt eines israelischen strategischen Dolphin-U-Bootes durch den Suezkanal das bislang hoechste Niveau. In Israel sieht man dem etwaigen kuenftigen Fuehrungswechsel im Nachbarland mit grosser Sorge entgegen. (Foto: Rav Ovadia Josef)

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