Freitag, 30. Juli 2010

Raketenangriff auf Israel

Im südlichen israelischen Regionalbezirk Eschkol ereignete sich eine heftige Explosion, meldet heute nachmittags der Rediosender Kol Israel. Wie sich später herausgestellt hat, handelte es sich um zwei aus Gaza abgefeuerte Mörsergeschosse. Über Opfer oder Schäden sind noch keine Informationen eingegangen. Früher am Nachmittag explodierte eine aus dem nördlichen Gazastreifen abgefeuerte Grad-Rakete in einem Wohnviertel der Stadt Aschkelon, acht Menschen wurden im Schockzustand in das örtliche Krankenhaus Barsilai eingeliefert, mindestens zehn geparkte Fahrzeuge wurden beschädigt, in vielen Häusern in der Umgebung der Explosion zerborsteten die Fensterscheiben. Am Ort befinden sich Rettungsdienste, Polizei und Armee-Einheiten. 
Früher am heutigen Tag forderte ein Vertreter des UN-Menschenrechtsrates eine "vollständige Aufhebung" auch der Militärblockade gegen die Hamas und eine "internationale Kommission" zum Flottillen-Zwischenfall. Der Rat rief Israel ferner auf, "die Beachtung von Menschenrechten in den palästinensischen Gebieten zu garantieren."
Die israelischen UN-Botschafter in New York und Genf werden eine Dringlichkeitsklage in den UN-Menschenrechtsrat und den Sicherheitsrat einreichen, meldet die Nachrichtenagentur NRG. In der offiziellen Mitteilung des Aussenministeriums heisst es: "Der Angriff auf Israel während der Vorbereitungen zum Schabbat stellt einen ernsten Verstoss gegen die Menschenrechte seitens der Palästinenser und eine Eskalation in den Beziehungen zwischen den Seiten dar. Israel behält sich das Recht vor, sein souveränes Territorium zu schützen und wird auf die Aggression zum selbstgewählten Zeitpunkt reagieren." Der Elternrat der Stadt Aschkelon hat mit der Sabotage des Anfangs des neuen Schuljahres in den Bildungseinrichtungen der Stadt gedroht, sollte der Staat diese nicht mit einem wirksamen Schutz gegen Raketenangriffe ausstatten. Gegenwärtig sind die meisten Schulen in Aschkelon ungeschützt.

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