Montag, 19. Juli 2010

US-Geheimdienste planen Szenarien nach Mubarak

The Washington Times erschien mit dem Bericht, wonach amerikanische Geheimdienste von der unheilbaren Krankheit des ägyptischen Päsidenten Mubarak ausgehen, und dass auch mehrere europäische Geheimdienste diese Einschätzung teilen. Ihre Mutmassungen gründen in erster Linie auf der Tatsache, dass Mubarak allein in diesem Jahr zweimal, in Frankreich und Deutschland, operiert wurde [wir berichteten]. Die Zeitung beruft sich auf einen anonymen Mitarbeiter im Geheimdienst eines zentraleuropäischen Staates, dass der 82-jährige es bis zu den für September 2011 geplanten Wahlen nicht schaffen werde. In den USA spiele man deshalb mögliche Entwicklungsszenarien nach der Ära Mubarak. Sie dürften also alles andere als beruhigend sein, denn die Nachfolge ist ungeklärt und die Moslembrüderschaft wird die Machtübergabe an den Sohn Mubaraks nicht reibungslos geschehen lassen. Inzwischen hat sich aber auch Israels Handels- und Industrieminister Benjamin (Fuad) ben-Eliezer in die Spekulationen eingeschaltet und den Gesundheitszustand Mubaraks als "hervorragend" bewertet. Nach seinen Worten werde der jetzige Präsident noch lange an der Macht bleiben - und er "ärgere sich" über die ständigen Gerüchte über seine angeblichen Gesundheitsprobleme.

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