Donnerstag, 22. Juli 2010

Verlust der Türkei als strategischer Gewinn

Der - nicht von Israel verschuldete - Verlust der Türkei als eines strategischen Partners wird in Israel zunehmend als Chance wahrgenommen. Wie wir bereits schrieben, ist die Türkei aufgrund ihrer langen durch Verbrechen gegen andere Nationen befleckten Geschichte nicht nur von Freunden umgeben: der inzwischen anerkannte Völkermord an den Armeniern Anfang des vorigen Jahrhunderts, die völkerrechtswidrige [Vertrag von Sèvres] Eroberung von zwei Dritteln Territoriums der 1918 neugegründeten Republik Armenien durch die Truppen Atatürks, das brutale Vorgehen unter Missachtung jeglichen Kriegsrechts gegen die Kurden auf eigenem und irakischem Gebiet, die Erzfeindschaft mit Griechenland und die illegale Besetzung Nordzyperns - all das sind auch Tatsachen, die Erdogan bei seinem Eintreten für die "unterdrückte Hamas" und seinem Kuscheln mit Assad, Nasrallah, Maschal und Ahmadinedschad bedenken muss. 
Es ist aber auch eine Schande, wenn die israelischen Politiker, zumal diese Koalition, angesichts des heimtückischen  Verrats seitens des ehemaligen Zweckbündnispartners, sich bislang weder dazu durchgerungen haben, den Genozid an den Armeniern auch formell anzuerkennen, noch erklärt haben, der erste Staat zu sein, der ein unabhängiges Kurdistan anerkennen wird. Die Ausrufung eines unabhängigen Kurdistans wäre vom vitalen strategischen Interesse Israels und ein auf die faschistischen Regime in der Türkei, Syrien und Iran dämpfend wirkender Faktor. Die tradierte blinde Unterstützung der Türken beim ihrem Vorgehen gegen die Kurden seitens der USA ist ein unverzeihlicher Fehler. Während des seit Mitte der 80er Jahre andauernden Krieges gegen die kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen sind zwischen 20. und 40. Tausend Kurden getöten worden, hunderte Dörfer sind von der Erdobefläche verschwunden.  Keinem EU-Hamasrechtler ist eingefallen, hier irgendwelche UN-Untersuchungen zu fordern. Die EU, und hier leider auch die USA, sind am islamfaschistischen Auge blind. Das wird sich rächen.
Seit den Militärübungen im Sommer 2008 mit 100 israelischen Kampfflugzeugen im griechischen und Mittelmeerraum intensiviert sich die Zusammenarbeit auch mit diesem Traditionsfeind der Türkei. Der heutige offizielle Staatsbesuch des griechischen Premierministers Georgios Papandreou in Israel hat vor diesem Hintergrund einen besonderen symbolischen Wert. Für morgen ist ein Treffen mit dem Aussenminsiter Lieberman im Jerusalemer King David Hotel geplant. (Landkarte laut Vertrag von Sèvres, wikipedia)

Kommentare:

  1. shalom ,das die türkei den packt gebrochen hat, kann für israel ein
    vorteil sein. die türkei als islamisches land ,würde bei einem krieg israel sofort angreifen.die vergangenheit der türkei hat mit
    vielen verbrechen zu tun. karl

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  2. shalom ,das die türkei mit israel gebrochen hat ist kein verlust. die
    türkei war immer schon ein unsicherer
    kandidat. man braucht sich nur die
    vergangenheit der türkei anschauen.
    shalom karl

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