Donnerstag, 15. Juli 2010

Wachsende Spannungen zwischen USA und Tuerkei

Nach den Vereinsverboten in Deutschland und Frankreich soll die IHH - die unter der Schirmerhhschaft des tuerkischen Premiers Erdogan stehende Wohltaetigkeitsorganisation, federfuehrend bei der Organisation der tuerkischen "Free Gaza"-Flottille - demnaechst auch in den USA als Terrorverein eingetragen werden. 87 Kongressabgeordnete haben eine Petition an den US-Praesidenten unterschrieben, die IHH, deren Wohltaetigkeiten ausschliesslich den Terrorvereinen in Nahost, vor allem der Hamas, zugute kommen, als eine terroristische Organisation anzuerkennen.
Derweil verschlechtern sich die Beziehungen zwischen der Tuerkei und den USA zusehends. Laut Tageszeitung Israel ha'Jom hat Erdogan die US-Regierung erneut scharf kritisiert. Er warf ihr vor, gegenueber den Ermittlungen zum Flottillen-Swischenfall auf Mava Marmara mit 9 getoeteten tuerkischen Jihadisten vom 31 Mai, unter denen auch ein Tuerke mit amerikanischem Pass gewesen ist, die die Tuerkei anstrebe, gleichgueltig zu sein. "Fuer uns, Tuerken, hat das Leben eines jeden Buerges eine besondere Heiligkeit. Offensichtlich ist das bei den Amerikanern nicht so", wird Erdogan zitiert, der die Kurden gerade "im Blut ertraenkt".
US-Botschafter in Ankara James Jeffrey kritisierte wiederum die tuerkische Regierung scharf. Man habe immer noch die Ergebnisse der Obduktion der Getoeteten nicht erhalten, waehrend die IHH sie bereits habe. Die US-Administration ist ferner sehr veraergert ueber die Gegenstimme der Tuerkei bei der Verabschiedung der UN-Resolution gegen das iranische Atomwaffenprogramm, sowie die Absage, die zusaetzlichen vom Kongress verhaengten Sanktionen zu unterstuetzen. Auch ueber die fragliche IHH-Flottille ist man veraergert, da man in Washington davon asgeht, dass Erdogan das Einsickern von bewaffneten radikalen Islamisten auf die Mava Marmara durchaus verhindern konnte, anstatt dies zu foerdern. Beim letzten G-20 Gipfel soll US-Praesident Hussein Erdogan erniedrigt haben, indem er den gemeinsamen Fototermin mit dem tuerkischen Regierungschef abgesagt hatte. Der antiwestliche Islamisierungskurs Erdogans stoesst in der Tuerkei zunehmend auch innenpolitisch  auf Widerstand.

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