Dienstag, 6. Juli 2010

Wurstbrote taugen nichts für Gaza

Am Vorabend des israelisch-amerikanischen Gipfels in Washington hat Israel offiziell die vor zwei Wochen beschlossene de facto-Aufhebung der Gaza-Blockade verkündet. Eingeführt werden dürfen alle Güter, ausgenommen der in der schwarzen Liste enthaltenen Waffen und deren Bestandteile. Die Hamas ist, neben ihren natürlichen Verbündeten sowie dem deutschen Bundestag, der einzige Akteur, der die vollständige Aufhebung der legalen Blockade fordert, was sich von selbst versteht, weil man  aus Obst, Gemüse, Brot und Wurst noch immer keinen Sprengstoff bauen kann. Selbst der Hamas ist es inzwischen peinlich, von der Versorgugnskrise zu sprechen. Langsam könnte sich in Gaza eine Überversorgungskrise einstellen - Marx hat doch nicht alles  berücksichtigt, dass nämlich so etwas bei völliger Abwesenheit des Produktionsprozesses möglich sein kann. 
Nach israelischen Medienberichten werden im laufenden Monat mehrere europäische Aussenminister im Gazastreifen erwartet, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass Israel seinen Verpflichtungen zur Versorgung der Terrorenklave nachkomme - das erklärte der spanische Premier Zapatero nach dem Treffen mit dem syrischen Diktator Assad.

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