Mittwoch, 4. August 2010

Iran: Ahmadinedschad-Attentat, Chemiewerksexplosion, S-300 (erneuert)


Gegen den geschuetzten und schwer gepanzerten Konvoi des iranischen Praesidenten Ahmadinedschad ist eine Handgranate geworfen worden, waehrend dessen Fahrt in der nordiranischen Stadt Hamadan. Mehrere seiner Personenschuetzer wurden verletzt. Iransische Medien berichten von der Verhaftung eines Verdaechtigen. Die offiziellen iranischen Medien haben bestritten, dass Ahmadinedschad  angegriffen wurde, er blieb unverletzt und trat kurz darauf mit der live-uebertragenen Rede im Zentrum der Stadt auf. Dies meldet Debka. Die Bevoelkerung Hamadans ist fast ausschliesslich schiitisch, es gibt keine sunnitischen oder anderen Minderheiten.  Debka berichtet auch von der fast zeitgleichen Explosion in einem neueingeweihten Chemiewerk im Süden des Iran. 
Eine weitere Entwicklung ist der angebliche Erwerb der berüchtigten S-300 Abwehrsysteme russischer Produktion durch den Iran, genauer: von vier solchen Systemen, zwei sollen von Weissrussland - dieses dementierte umgehend - zwei weitere auf dem "Schwarzmarkt" erworben worden sein, die genauere Herkunft ist unbekannt. Vom Erwerb der Systeme berichtete die iranische Fars und die israelische Debka. Israel hatte in der gesamten Zeit des Streits um das iranische Atomwaffenprogramm Russland dazu gedrängt, die Systeme zurückzuhalten, weil dies das strategische Gleichgewicht in der Region kippen würde. Sollten die vorhandenen Informationen zutreffen, wäre das ein herber Rückschlag für Israel, wie den Westen allgemein - die westliche militärische Drohkulisse wäre damit weitgehend nivelliert. Vor dem HIntergrund der UN-, EU-, USA- und Kanada-Sanktionen gegen das iranische Atomprogramm ist die Frage entscheidend, wie die IRI an die Systeme kam. (Foto: Ahmadinedschad, Personenschuetzer; Debka)

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