Sonntag, 15. August 2010

Aserbaidschan laesst Hisbollah-Terroristen frei

Am 13. ist bekannt geworden, dass Aserbaidschan zwei Libanesen, Terroristen der Hisbollah, die wegen des versuchten Sprengstoffanschlangs auf die Botschafts Israels in Baku ihre Haftstraffe absitzen, as der Haft entlassen wird, in einer Reihe mit 12 weiteren iranischen Haeftlingen. Es soll sich um eine Art Gefangenenaustausch handeln, in dessen Rahmen mehrere in Iran inhaftierte Aserbaidschaner, unter ihnen ein Wissenschaftler im Bereich Lasertechnik namens Rashid Aliev entlassen werden sollen. Der Anschlag war fuer Februar 2009 geplant, als Racheaktionen fuer die Liquidierung des Hisbollah-Operationschefs Imad Moughniyeh, die sie Israel anlasten. Die Terroristen  wurden zu 15 Jahren Haft verurteilt. Im Botschatsgebaeude war bzw. ist auch ein Radar untergebracht, als Teil des israelischen Fruehwarnsystems gegen moegliche iranische Raketenangriffe, berichtet Debka.
Israel betrachtet Azerbaidschan als seinen strategischen Partner im Gegenueber mit dem Iran. Die Nachricht ueber die Entlassung der Attentaeter, die kaum ein Jahr ihrer 15-jaehrigen Strafe abgesessen haben, hat in Israel nicht nur Besorgnis ausgeloest, sondern auch ernsthafte Zweifel an der Verlaesslichkeit Azerbaidschans aufkommen lassen. Die Annaeherung dieses Landes an den Iran wird in Israel nicht weniger ernst genommen, als der Ahmadinedschad-Erdogan-Pakt, evtl noch ernster, wenn man die geostrategische Wichtigkeit dieser ehemaligen Sowjetrepublik in Betracht zieht. Jerusalem hat Baku offiziell um Klaerung gebeten, wie Arutz 7 berichtet. Das Aussenministerium in Baku hat die Freilassung der Terroristen dementiert.
Iran betrachtet Aserbaidschan als Teil seiner Einflusssphaere, inoffiziell sogar als abtruennige Provinz, die ebenso zu Iran gehoere, wie seine noerdlichen Provinzen West- und Ost-Aserbaidschan. In der Vergangenheit hat Aserbaidschan immer eine unabhaengige Linie gegenueber der Einflussnahme aus Teheran gefahren und konnte sich dabei auf Russland, die USA und nicht zuletzt Israel verlassen. In dem Masse aber, in dem der Westen gegenueber dem Iran ein zweites verhängnisvolles Appeasement  betreibt und ausser der Papierverschmutzung zu nichts faehig ist, fuehlt man sich in Baku zunehmend unwohl, und nicht nur dort, und ist darauf bedacht, die Fronten zu wechseln, bevor es zu spaet ist. Die Ratten fluechten vom sinkenden Schiff, und das sinkende Schiff heisst leider der Westen.

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