Mittwoch, 11. August 2010

Ashkenasi stellt sich vor die Armee - Barak hinter

Generalstabschef der Zahal Gen.-Leutn. Gabi Aschkenasi sagte heute vor der Tirkel-Kommission aus. U. a. sagte er: "Ich bin stolz auf unsere Soldaten - sie haben Gelassenheit, Mut und hohe Moral demonstriert, ihr Handeln war in den gegebenen Umstaenden verhaeltnismaessig und richtig." Bezueglich der Todesopfer sagte er: "Im Moment des Anfangs der Operation wurde klar, dass ihre Umstaende unvorhergesehen und beispiellos waren". Aschkenasi war der bislang einzige hochrangige Vertreter der israelischen Fuehrung, der sich uneingeschraeknt und vorbehaltlos vor die Armee gestellt hat. 
Die vor ihm vorgeladenen Netanjahu und Barak lieferten demgegenueber eine erbaermliches Trauerspiel der gegenseitigen Verantwortungszuweisungen. Barak uebernahm zwar gestern die Verantwortung fuer die politische Grundsatzentscheidung, die Jihad-Flotte "Free Gaza" zu stoppen - u. a. sagte er: "Israel kaempft fuer sein Ueberleben in einem der heissesten Brennpunkte der Welt. Hier ist nicht Amerika oder Nordeuropa.", ferner verteidigte er das harte Vorgehen gegen die Jihadisten - fuer die rein operative Umsetzung und Durchfuehrung der Operation sei aber die Armee verantwortlich. Die groesste Empoerung loesste sein lapidarer Satz aus: "Die Politik entscheidet ueber das Was - die Armee ueber das Wie". Hier macht es sich der Verteidigugnsminister - der sich sonst fast ausschliesslich mit der Verwaltung eigener Immobilien beschaeftigt und ab und zu ein Paar "Vorposten" in Juda zerstoeren laesst - offensichtlich zu leicht.

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