Sonntag, 1. August 2010

Assad droht dem internationalen Sondertribunal für den Libanon

Wir berichteten vom arabischen Gipfel in Beirut. Was hatten plötzlich der syrische Tyrann Assad und der saudische Abdallah in Libanon, gemeinsam, zu suchen? Was hat die Herrscher in Damaskus und Riad zu dieser Hektik bewogen? Die Antwort steckt in der jüngsten Erklärung Assads zum Libanon-Tribunal: die Anklage der Hisballah wegen der Ermordung des libanesischen Premiers Rafik al Hariri könne für den Libanon "zerstörerische Folgen" haben, wird Assad von TheMarker zitiert. Gegenüber dem saudischen König, dem ein starker Einfluss auf den jetzigen libanesischen Premier Saad al Hariri, den Sohn des ermordeten, zugesprochen wird, forderte Assad eine umgehende Einstellung der Ermittlungen zum Mord an Hariri, weil sie "die Stabilität des Libanon gefährden". Er fügte hinzu, dass die Hisballah der sich abzeichnenden Entscheidung des Tribunals nicht fügen, sondern umgekehrt, dagegen kämpfen werde - und Syrien nicht tatenlos zusehen werde. Vom saudischen König wird berichtet, dass er sich von der verbrecherischen Anmassung Assads nicht distanzierte, aber auch Zweifel daran äusserte, dass die Ermittlungen des internationalen Tribunals einfach so gestoppt werden können, weil sie zu Ergebnissen kommen, die Assad und der Hisballah nicht gefallen. Er teilte aber dem libanesischen Premier die Forderung Assads beim gemeinsamen Treffen mit.

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