Montag, 2. August 2010

Bericht: Waqf schaendet den Tempelberg

Diese Woche soll der  der Bericht des Ombudsmannes des Regierung [state controller] Micha Lindenstrauss ueber die Ausgrabungen auf dem Tempelberg im Jahr 2007 der Knesset zur Eroerterung vorgelegt werden. Der Bericht soll laut ha'Aretz noch vor zwei Monaten fertig gewesen sein, doch die Regierung zoegert dessen Veroeffentlichung und Beratungen dazu bewusst hinaus. Der Zeitung sind einige Einzelheiten des Berichts bekannt geworden.
Es gibt Quellen in der Knesset, die behaupten, dass die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Untersuchung das Potential haben, im ganzen Land Unruhen und Aufstaende hervorzurufen. Im Jahr 2007 wurden auf dem Berg des juedischen Tempels zwei Graeben zur Verlegung elektrischer Kabel ausgegraben. Die Arbeiten erfolgten auf Initiative und unter der Aufsicht des "Waqf" - des speziellen muslimischen Aufsichtsorgans auf dem Tempelberg. Schon damals beklagten israelische, und nicht nur, Archeologen, dass durch die Arbeiten sehr wahrscheinlich Objekte vom unschaetzbaren religioesen, kulturellen und archeologischen Wert beschaedigt oder zerstoert werden - die Reste des Zweiten Israelischen Tempels - und der Lindenstrauss-Bericht hat diese Befuerchtungen offensichtlich bestaetigt. Der Bericht legt aber nicht nur die Zerstoerung des juedischen Erbes durch den "Waqf" offen, sondern auch und vor allem die Versaeumnisse der jeweiligen Regierungen und zustaendigen israelischen Behoerden, die Barbarei zu unterbinden. Weder die Premierministerkanzlei, noch das Amt fuer die Verwaltung und Bewahrung von Altertuemern oder die Polizei haben die Zersoerungen verhindern koennen. Ausser dem Waqf ist fuer das Geschehen auf dem Tempelberg die israelische Polizei zustaendig - diese sei rein fachlich aber nicht in der Lage gewesen, die Arbeiten so zu kontrollieren, dass sie keinen Schaden an den Heiligtuemern anrichten. Weniger die Angst vor Unruhen, die an sich jedes Ereignis auf dem Tempelberg ausloesen kann, wie vielmehr die Scheu vor eigenem Versagen und der strraeflichen Untaetigkeit gegenueber der Barbarei seien die eigentlichen Gruende fuer die Zurueckhaltung des Berichts durch die Regierung.

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