Donnerstag, 12. August 2010

Buendnissysteme nehmen Konturen an

Naechste Woche wird Israels Premier Netanjahu in Griechenland erwartet, dort wird er mit dem Premier Papandreou Gespraeche fuehren, meldet Kol Israel. Eines der Hauptthemen wird der Antrag Israels auf Nutzung des griechischen Luftraums durch die israelische Luftwaffe sein. Der juedische Staat hat selbst keinen Luftraum fuer Luftwaffenuebungen, die zuvor in der Turkei stattfanden.
Letztere festigt derweil ihre Beziehungen zum Iran und der Hisbollah. Der zweite israelische Fernsehkanal meldet unter Berufung auf die italienische Zeitung Corriere della Serra, dass die beiden Laender ein Territorialbuendnis abgeschlossen haben, das auch Libanon umfassen soll. Fuer seine Raketenlieferungen an die Hisbollah wird der Iran von nun an auch die tuerkischen und natuerlich libanesischen Verkehrswege nutzen koennen. Die Waffentransporte sollen durch iranische Truppen beschuetzt werden. Welches Ziel diese Raketen dann haben werden, ist klar. Das Buendnis wurde durch Geheimagenten des Iran und der Tuerkei abgeschlossen, dahinter stehen der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden Hussein Taab und der neue dem Iran nahestehende Chef des tuerkischen Geheimdienstes Harkan Fidan, berichtet die Zeitung. 
Darueber hinaus erklaerte der tuerksichen Energieminister juengst, dass sein Land auch weiterhin Treibstoff an den Iran liefern werde, ungeachtet der zahlreichen Sanktionen verschiedener internationaler Akteure, "der Iran ist uns viel wichtiger als Amerika", fuegte er hinzu. Die Tuerkei hat bei der letzten UN-Abstimmung zum vierten Sanktionspaket bekanntlich dagegen gestimmt und duerfte sich an die Sanktionen nicht gebunden fuehlen, auch wenn sie formell gebunden ist. Eurabien sollte vielleicht nach der Tuerkei auch den Iran in die EU gleich mitaufnehmen, dort ist sowieso nicht mehr viel kaputt zu machen.

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