Mittwoch, 4. August 2010

Bürgermeister von Antalya ruft Israelis zur Rückkehr auf

Der Buergermeister des tuerkischen Kurortes Antalya Mustafa Akaydin hat sich vor israelischen Journalisten bestuerzt ueber das Ausbleiben der israelischen Touristen am ehemals beliebten Reiseziel der Israelis geaeussert und den antiisraelischen und islamistischen Kurs des Premiers Erdogan scharf verurteilt. "Ich bin gegen die Politik Erdogans, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Voelkern sind sehr wichtig für mich, und ich bin ueber die Verschlechterung der Beziehungen zwischen uns sehr besorgt", so der Bürgermeister. Er rief die israelischen Touristen zur Rückkehr nach Antalya auf. Die türkische Richtung des israelischen Tourismus ist so gut wie nicht mehr existent. 
Leider wird das Wohlwollen des Bürgermeisters von Antalya alleine nicht ausreichen, um den israelischen Tourismus in der Türkei zu reanimieren, angesichts der Pogrommstimung die der türkische Premier in seinem Land verbreitet und der gesamten Region verstärkt hat. Der Anschluss der Türkei an die islamische Welt - politisch, wirtschaftlich, militärisch, geheimdienstlich, kulturell, gekoppelt mit massenweisen aber stillen Verhaftungen oppositioneller Elemente in der Armee, auch gerne als schleichende islamische Revolution bezeichnet - wird ohne Zweifel langfristig äusserst negative und nicht völlig absehbare Folgen für die Türkei haben, von denen das Fehlen israelischer Pauschalreisenden sicher nicht die schlimmste sein wird. Der "säkuläre Charakter der Türkei" - das Aushängeschild bei den EU-Beitrittsverhandlungen [bzw. den Verhandlungen zum Anschluss Eurabiens an die islamische Welt, wie man möchte] - ist inzwischen eine leere Worthülse, deren blosse Erwähnung lächerlich ist.

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