Montag, 23. August 2010

Gefaehrlicher Erfolgsrausch im Teheran

Ahmadinedschad bei der Vorstellung des Bombers "Karar"
Der erfolgreiche Reaktorstart in Buscher am vergangenen Samstag loeste einen regelrechten Waffenwahn in der IRI aus. Die Regierung des Landes ist gegenwaertig ein einziges grosses Kriegsministerium. Gestern enhuellte Ahmadinedschad persoenlich den ersten iranischen unbemannten Langstreckenbomber Karar, der eine Reichweite von 1000 km habe. Ahmad Vahidi, der eigentliche Verteidigungsminister, hat heute in einer feierlichen Zeremonie die Produktion von zwei neuen Schnellbooten "Seradsch" und "Solfakar", die mit Raketenwerfern ausgestattet sind, eroeffnet. Vahidi erklaerte, dass der Iran, gestuetzt auf seine  Militaermacht in der Lage sei, "die Sicherheit des Persischen Golfes und der Hormus-Strasse zu gewaehrleisten", berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA. Im Hinblick auf die Drohkulisse, die Israel und die USA mehr schlecht als recht aufrecht zu erhalten versuchen, sagte Vahidi, dass die ganze Welt mit einer "grossangelegten und unberechenbaren Reaktion" der islamischen Republik rechnen muesse, die weit ueber den Nahen Osten hinausreichen werde, sollten Irans Nuklearanlagen angetastet werden. In die Aufbruchsstimmung passt auch der Rueckzug der US-Truppen aus dem Irak. Gegeneueber dem Fernsehsender Al-Jazeera sagte Ahmadinedschad: "Israel ist viel zu schwach und wird sich auf ein Gegenueber mit dem Iran nicht einlassen. Die lautstarken Aeusserungen seiner Fuehrung sind nicht mehr, als leere Drohungen." Seine amerikanischen "Besitzer" wuerden es zudem nicht zulassen, und selbst seien sie an einer neuen kriegerischen Auseinandersetzung nicht interessiert. "Amerika war in den 7,5 Jahren nicht in der Lage, eine kleine Partisanenarmee im Irak zu besiegen. Glauben Sie denn wirklich, es werde sich fuer einen Krieg mit  der maechtigen, gut trainierten und ausgeruesteten, zahlenstarken Armee der islamischen Republik entscheiden?"
In den letzten Tagen und Wochen zeigt sich besonders eindrucksvoll, wie wirksam die UN-Sanktionen zur Schwaechung des Regimes und zur Baendigung seines entfesselten Militarismus sind.

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