Samstag, 28. August 2010

Iran gibt indirekt militärischen Charakter des Atomprogramms zu

Salehi
Der Vorsitzende der iranischen Atomenergiebehörde Ali Akbar Salehi hat mitgeteilt, dass er Russland einen offiziellen Vorschlag zur Schaffung eines binationalen iranisch-russischen Konzerns zur Herstellung nuklearen Treibstoffs unterbreitet habe. "In diesem Konsortium wird ein Teil der Arbeiten im Iran durchgeführt, ein Teil in Russland; das Endprodukt wird unter russischer Lizenz stehen", so Salehi. Gleichzeitig kritisierte er  die "doppelten Standards der IAEO gegenüber dem Iran" und den  Atomwaffensperrvertrag In diesem Vertrag seien "die Teilnehmerstaaten in zwei ungleichberechtigte Gruppen unterteilt: diejenigen Staaten, die Atomwaffen haben - die USA, Russland, GB, Frankreich und China - und alle übrigen. Die selbe Gruppe von Staaten dominiert im UN-Sicherheitsrat. Die IAEO erlaubt es ihnen, die Atomwaffen nicht nur zu besitzen, sondern auch weiterzuentwickeln, während sie es allen anderen verbietet", so Salehi weiter. Das ist die bislang transparenteste Erklärung eines iranischen Offiziellen über den militärischen Charakter des iranischen Atomprogramms.

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