Dienstag, 31. August 2010

Iran: thermonukleare Fusion bis 2020

Atombombentest Bravo, 1.3. 1954 (Wikipedia)
Wer der Meinung war, dass der Iran nur zum Kauf russischer Experten fuer den Bau von Atomreaktoren faehig ist, taeuscht sich. Bis 2020 soll im Iran, der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur ISNA zufolge, ein experimenteller thermonuklearer Reaktor gebaut werden. Dies ist bislang keinem einzigen Land gelungen, die herkoemlichen Reaktoren gewinnen Energie ausschliesslich aus der Kernspaltung. 
Bereits im Juli erklaerte die Fuehrung in Teheran, dass die Atomenergiebehoerde der islamischen Republik mit den Forschungen im thermonuklearen Bereich begonnen habe. Asgar Sediksade, der Leiter des neuen Zentrums fuer thermonukleare Synthese, hat erklaert, dass seine Einrichtung 100 zusaetzliche Wissenschaftler und Atomingenieure anstellen werde, um die Forschungen auf dem Gebiet voranzutreiben. 
Die  thermonukleare Synthese, eine Nachbildung der Kernfusionsprozesse im Inneren der Sterne, hatte bislang nur eine praktische Anwendung: die Zuendung der Wasserstoffbombe ["H-Bombe"], die den USA 1952 und der UdSSR 1953 gelang. Dieser physikalische Prozess ist fuer die zivile Energiegewinnung irrelevant und nie genutzt worden [vgl. u. a.: Manfred von Ardenne: Effekte der Physik und ihre Anwendungen]. Man kann getrost behaupten, dass die Wasserstoffbombe die toedlichste vom Menschen je entwickelte Waffe mit dem groessten Massenvernichtungspotential ist. Erst in diesem Jahr wurde bekannt, dass das iranische Regime Forschungen und Bauvorhaben in diesem Bereich hat.

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