Donnerstag, 12. August 2010

Israel: Vorbereitungen auf Ramadan

Yitzhak Aharonovitsch
Für die israelische Polizei und die Sicherheitsdienste ist die Zeit des Monats Ramadan so etwas wie die vorletzte Alarmstufe. Das Ministerium für Innere Sicherheit hat für diesen Zeitraum einen besonderen Massnahmenkatalog zur Bewahrung der Ruhe und des sozialen Friedens erarbeitet. In der gemeinsamen Sondersitzung mit Beiteiligung des Vertreter des Aussen-, Innen-, und Sicherheitsministeriums, des Schabak [allgemeiner Sicherheitsdienst], der Gefängnisverwaltung, der Polizei und anderer Rechtsschutzorgane wurden Massnahmen und Handlungsstrategien beschlossen, die Sitzung wurde vom Minister für öffentliche Sicherheit Yitzhak Aharonovitch geleitet. Der Plan beinhaltet u. a., die Aufdeckung und Festnahme potentieller Unruhestifter und Provokateure, die Verstärkung der Polizeipräsenz in der Altstadt der Hauptstadt zur Verhinderung von Zusammenstössen zwischen den betenden Juden und Arabern, ebenso Sondermassnahmen zur Verhinderung von Konflikten zwischen jüdischen und arabischen Gefängnisinsassen, einen Sonderstab zur zentralen Koordination des Handelns bei etwaigen Zwischenfällen, sowie Übungen zur Verhinderung bzw. Wiederherstellung der Ruhe auf dem Berg des jüdischen Tempels, die im Wald Ben Schemen, nahe Lod, abgehalten werden sollen. "Die jetzige relative Ruhe ist trügerisch. Ein einziger kleiner Zusammenstoss auf dem Tempelberg würde reichen, um einen ernsten national-religiösen Konflikt zu entzünden, der das ganze Land in eine neue Intifada stürzen könnte. Maximale Kraftanstrengungen müssen unternommen werden, um die Sicherheit der Bürger in diesem Zeitraum zu garantieren", sagte Aaronovitch im israelischen Rundfunk.

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