Donnerstag, 5. August 2010

Israels Polizei fehlen die Hosen

Zur Stimmungsaufhellung bei dieser duesteren Nachrichtenlage wollen wir unseren Lesern diese Meldung nicht vorenthalten: die israelische Polizei befindet sich in der buchstaeblich foermlichen Krise - die Polizisten haben nichts zum Anziehen. Wie der Armeerundfunk Galej Zahal meldet, war der langjaehrige Vertrag mit der Firma H&O ueber die Belieferung der Polizei mit Uniformen vor einem Jahr abgelaufen, ohne dass er verlaengert oder ein anderer Zulieferer gefunden wurde. "Das ist eine echte Krise, in einer Woche kommt die oberste Polizeileitung zusammen, um ueber den Notstand zu beraten." Viele Ordnungshueter beklagen sich darueber, dass die letztes Jahr ausgeteilten Uniformen nach Ueberbeanspruchung und staendigen Waschgaengen mittlerweile wie Lumpen aussehen, doch die neuen Hemden und Hosen sind einfach nirgends zu bekommen.
Den israelischen Polizisten fehlt aber viel mehr, als nur die Hosen - ihnen fehlt schlicht ein anstaendiger Lohn. Mit 4. bis 5. Tsd. NIS im Monat und in Fetzen gekleidet ist keine uebersteigerte Motivation bei der Verbrecherjagd zu haben. Es ist allgemein ein grosses Strukturproblem, wenn die beiden fuer den Staat wichtigsten Berufsgruppen - Polizisten und Lehrer mit  ihren 6 - 6,5 Tsd NIS/mtl vor Steuern - keine angemessene Entlohnung bekommen.

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