Dienstag, 10. August 2010

Kol Israel: Panzerkolonne Richtung Libanongrenze

Eine Kolonne mit schwerem Kriegsgeraet, einschliesslich hunderter Panzer und gepanzerter Fahrzeuge faehrt in Richtung der israelisch-libanesischen Grenze. Die Zahal plane dort umfangreiche Uebungen, die mit maximaler Genauigkeit eine Kriegssituation im Norden Israels imitieren sollen, darunter Zerstoerungen wichtiger Strassen und Verkehrswege, heisst es. Der oeffentlich-rechtliche Rundfunk bittet Autofahrer in diesem Zusammenhang, Strassesperren und Staus im Norden gelassen hinzunehmen. 
Der Auftritt des Scheichs Nasrallah, mit der Schuldzuweisung am Hariri-Mord an Israel, gestern in seinem Al-Manar-Fernsehen, war eine Art ideologische Kriegsvorbereitung. Er hatte eine schwierige Mission, angesichts der drohenden Anklage seiner Truppe durch das internationale Libanon-Sondertribunal, den schiitisch-sunnitischen Buergerkrieg im Libanon zu verhindern vermittels einer Einheitsfront gegen Israel. Die Bemuehungen Nasrallahs  zur Konsolidierung der Kraefte sind auch darin sichtbar, dass juengst auch der Fuehrer der libanesischen Drusen Dschumblat von der Regierung Libanons - mit dem Sohn des Ermordeten an der Spitze - forderte, die Zusammenarbeit mit dem Tribunal einzustellen, sollte es  wirklich wie angekuendigt eine Anklage gegen die Hisbollah praesentieren.
Damit die Regierung Saad al Hariri aber nicht den Eindruck hat, dass sie sich nur auf die eigene Armee und die Nasrallah-Miliz verlassen muss, wurden Libanon in den letzten Tagen rege Besuche von iranischen und syrischen Offiziellen abgestattet, wovon wir in letzter Zeit ausfuehrlich berichteten. Die iranische Fuehrung hat ganz offiziell Libanon, Syrien und Afganistan damit beglueckt, indem sie diese Laender zum strategischen "Verteidigungsguertel des Iran" erklaert hat. Und der Verteidigugnsminister Israels Ehud Barak? Er sprach heute vor der Tirkel-Kommission zur Gaza-Flottille und verteidigte, ebenso wie Netanjahu gestern, das Vorgehen der Zahal gegen die Jihad-Aktivisten von Mava-Marmara. Aber wer verteidigt Israel gegen seinen  unnuetzen Verteidigugnsminister?

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