Freitag, 13. August 2010

Libanon pfeift die Armee zurück - und startet neunen Angriff

Blaue Linie; Ort des Zwischenfalls
Nachdem es der libanesischen Staatsführung und dem Militär nicht gelungen war, erstmal die Anzettelung des Grenzgefechts Israel anzulasten, dann den leidigen "Zankbaum" auf das eigene Territorium zu "übertragen", spielen die Libanesen nun mit offenen Karten und fordern die Änderung des Verlaufs der Blauen Linie - der völkerrechtlichen Grenze zwischen Israel und Libanon - nun selbst. Der Verlauf der Linie soll so geändert werden, dass nicht nur der bekannte "Zankbaum", sondern etliche andere Bäume samt Grundsücken, auf denen sie wachsen, dann zu Libanon gehören. Die Regierung Libanons hat dazu eine diplomatische Kampagne zur Delegitimierung der Souveränität Israels in diesem Gebiet begonnen. Im ersten Schitt hat sie sich an die UNO offiziell mit dem Antrag gewandt, den Verlauf der Blauen Linie zu revidieren, die von der UNO und in Abstimmung mit allen Seiten seit dem Rückzug Israels aus dem Südlibanon 2000 festgelegt wurde und seitdem der offizielle Grenzverlauf ist. Laut Al-Hayat soll in ihrem Antrag die Regierung Libanons gefordert haben, den Verlauf der Linie "in vier Punkten zu ändern", mit dem Ziel, "die Positionen der libanesischen Armee weiter nach Süden [auf das jetzige israelische Gebiet] zu verschieben, ohne, dass es dabei zur Konfrontation mit der Zahal kommt". Der UNO-Vertreter in Libanon Michael Williams versprach, die libanesische Forderung "zu prüfen", ferner habe er den Eindruck, dass die libanesische Armee "bemüht sei, die Spannungen an der Grenze zu Israel abzubauen."
"Es wird keine weiteren Zwischenfälle an der Grenze zwischen Libanon und Israel geben. Libanon hat keine Absicht, einen Krieg mit Israel zu beginnen. Wir stimmen unsere Schritte mit der UNIFIL ab und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ähnliche Zwischenfälle [wie vom 3. August] zu vermeiden", sagte der Oberbefehlshaber der libanesischen Armee Jean Kahwagi, meldet heute Kol Israel. Die Äusserung folgte nach der Truppenaufstockung Israels im Norden als Reaktion auf den Zwischenfall und weiteren unmissverständlichen Erklärungen, dass jeder weitere Übergriff von LIbanon aus einen Krieg auslösen wird.

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