Samstag, 21. August 2010

PA droht mit Abbruch noch vor Verhandlungsbeginn

Israel und die arabische Adminsitration in Juda und Samaria haben offiziell der Aufnahme von direkten Friedensgesprächen zugestimmt. Wie schon berichtet, sollen diese am 2. September in Washington beginnen. Einladungen zur Teilnahme an den Verhandlungen erhielten zudem der ägyptische Präsident Mubarak, der jordanische König Abdullah II und der Quartett-Vertreter Tony Blair. Mubarak soll laut MENA bereits zugestimmt haben. Israel wird durch den Premierminister Netanjahu vertreten.
Die Terrorvereine Hamas und islamischer Jihad in Gaza haben die Verhandlungen selbst und deren mögliche Ergebnisse a priori abgelehnt. Die Vereinigung "Organisation zur Befreiung Palästinas" [PLO] hat den Verhandlungen zugestimmt, der PA-Unterhändler Saib Erekat erklärte aber im Anschluss an die Sitzung des "Exekutivrats", dass die PA die Verhandlungen abbrechen werde, sollte Israel wie geplant am 26. September den Wohnungsbau in den Städten Judas und Samarias wieder aufnehmen, meldet die PA-Nachrichtenagentur Maan. Netanjahu hatte in Bezug auf das Moratorium zuvor immer betont, dass es nicht verlängert werde. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon rief die Seiten dazu auf, sich die "einmalige Chance nicht entgehen zu lassen".
Wie die panarabische Asharq Al-Awsat heute meldet, unternimmt die US-Administration zudem Anstrengungen, auch Syrien an den Verhandlungstisch mit Israel zu setzen, man sei bemüht, das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen.

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