Montag, 2. August 2010

Raketenangriff auf Eilat (erneuert)

Etwa um 7:45 Ortszeit schlugen in der Umgebung der israelischen Kuestenstadt Eilat und der jordanischen Stadt Aqaba - beide in Sichtweite von einander - fuenf Grad-Raketen ["Katjuschas"] ein, meldet Kol Israel. Nach Angaben der oertlichen Polizei landeten zwei davon im Meer, eine oder zwei in Aqaba - jordanische Behoerden berichten von 4 Verletzten, die vorige Meldung ueber 5 Tote wurde von offizieller jordanischer Seite dementiert, eine Rakete soll nahe des Hotels Intercontinental eingeschlagen sein - eine explodierte auf einer landwirtschaftlichen Flaeche in Israel, es gab keine Opfer oder Schaeden. Israel geht davon aus, dass alle Raketen gegen Eilat gerichtet wurden. Israelische, aegyptische und jordanische Sicherheitskraefte koordinieren ihr Vorgehen bei der Feststellung der Quelle des Beschusses. Der Beschuss wurde sehr wahrscheinlich von der Sinai-Halbinsel gefuehrt doch die Polizei schliesst auch andere Szenarien nicht aus. Es ist der zweite Beschuss der israelischen Kuestenstadt seit dem 22. April. Nach jordanischen Medienberichten ist einer der Schwerverletzten seinen Verletzungen erlegen, die Zahl der verletzten wird mittlerweile mit 6 angegeben.
Derweil wird ueber den Abschussort geraetzelt. Quellen im aegyptischen Sicherheitsapparat bestritten die Moeglichkeit, dass der Abschuss einer solchen Rakete von der Sinai-Halbinsel erfolgen konnte, weil  dies Vorbereitungen und Abschussrampen erfordere - die aegyptische Polizei kontrolliere die Halbinsel lueckenlos, und eine solche Aktion wuerde ihrem wachsamen Auge nicht entgehen. Demgegenueber ist hinlaenglich  bekannt, dass auf der Halbinsel eine ganze Reihe von terroristischen Splittergruppen und al Qaida-Zellen operiert, und Aegypten keine vollstaendige Kontrolle ueber dieses Gebiet hat. Die vor Ort taetigen israelischen Sprengstoff- und Waffenexperten haben die in Eilat niedergegangene Rakete analysiert. Nach ihrem Angaben handelt es sich um ein iranisches Erzeugnis, die Rakete hat die Reichweite von 20 km und traegt einen 6 kg schweren Sprengskopf.

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