Freitag, 13. August 2010

Russland liefert Treibstoff nach Buscher (erneuert)

Der Pressesprecher der russischen Atomenergieagentur erklärte heute, dass Russland mit den Treibstofflieferungen für den iranischen Reaktor in Buscher schon in einer Woche beginnen werde. Dies sei "der erste Schritt zu Öffnung des ersten Atomreaktors im Iran", so der Pressesprecher. 
Dass Russland die Iran-Sanktionen mitträgt, stört hier offenbar nicht weiter. Man muss sich über diese Tatsache aber nicht wundern, wenn man berücksichtigt, dass die Sowjetunion bzw später Russland im arabisch-islamischen Raum schon seit je her eine doppelzüngige, "schizophrene" [US-Verteidigungsminister Gates] Politik verfolgt, die einerseits Absatzmärkte für Waffen und Waffentechnologien braucht, die sonst niemand kaufen will, andererseits eine panische Angst vor der Ausdehnung des iranischen Einflusses auf die ehemaligen Sowjetrepubliken, wie Azerbaidschan, hat, die es ale reale Gefährdung der eigenen Sicherheit betrachtet.
Laut AFP unter Berufung auf "Rosatom" wird der Reaktor am 21. August in Betrieb genommen. Die USA machen derweil das beste daraus: der Pressesprecher des Weissen Hauses Robert Gibbs erklärte, dass, nachdem der Iran die notwendigen fertigen Brennstäbe für seine Kernkraftwerke von Russland erhalte, das Land keine eigenen Urananreicherungskapazitäten mehr brauche.

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