Samstag, 28. August 2010

USA, EU: Assad soll sich heraushalten

Assad
In den letzten Tagen haben sich mehrere Staats- und Regierungschefs westlicher Staaten an den syrischen Präsidenten Assad mit der Bitte gewandt, sich nicht in die Direktgespräche zwischen Israel und der PA einzumischen, berichtet heute die londoner Tagszeitung al-Quds al-Arabi. U. a. wird in Damaskus ein Sondergesandter des französischen Staatspräsidenten Sarkozy erwartet, der Assad den ausdrücklichen Wunsch Sarkozys nach dessen "Neutralität" übermittel soll. Die US-Administration hat Assad vor Äusserungen gewarnt, die den Erfolg der Direktgespräche in Frage stellen sollen, sowie gebeten, auf die in Syrien unter seiner Obhut befinlichen Führer palästinensischer Terrorvereine Hamas [Chaled Maschal] und islamischer Jihad mässigend zu wirken. Letzteres wohl vor dem HIntergrund der jüngsten Rede Maschals in Damaskus, der Ägypten und Jordanien mit "katastrophalen Folgen" und Abbas schlicht mit dem Tod droht. Damaskus erweckt aber nicht den Eindruck, die Appelle ernst zu nehmen, dort verweist man auf das Recht der verschiedenen palästinensischern Gruppierungen, "so zu reagieren und zu handeln, wie sie es für richtig halten".

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