Freitag, 6. August 2010

USA geben Reisewarnung für Israel heraus. Hintergründe

Das US-Aussenministerium hat eine Reisewarnung für Israel und die PA-Gebite herausgegeben, meldet Kol Israel. Die Warnung erfolgte im Zusammenhang mit der instabilen Lage in der Region. Denjenigen US-Bürgern, die sich in Israel aufhalten wird geraten, sich nach den umliegenden Schutzräumen  zu erkundigen. Als Tatsachen, die das State Department zu dieser Massnahme bewogen haben, nennt es die jüngsten Raketenangriffe auf Aschkelon und Eilat sowie das Grenzgefecht zwischen Israel und Libanon vom 3. August, bei dem ein israelischer Oberst, drei libanesische Soldaten und ein Journalist des Sprachohrs der Hisballah Al Manar getöten wurden und ein israelischer Offizier schwer verletzt wurde. 
Der Al Manar-Journalist war offensichtlich im voraus als Kriegsreporter eingeladen worden, um die "Heldentaten" der libanesischen Soldaten zu dokumentieren, weshalb man in Israel von einer geplanten Provokation ausgeht.
Wenn man mindestens auf die letzten zehn Jahre zurückblickt, dann gab es in dieser Zeit keinen einzigen Tag, an dem Israel nicht aus irgendeiner Richtung mit Raketen oder Mörsern beschossen oder damit bedroht wäre, sei es der monatelange Beschuss des Jerusalemer Vorortes Gilo während der "zweiten Intifada", sei es der Beschuss des Südens aus der Terrorenklave Gaza - all das hatte auf den Tourismus aber nur bedingte Auswirkungen und war kein Gründ für Reisewarnungen. Die in Eilat oder in Aschkelon gelandeten Raketen, die glücklicherweise "nur" Sachschaden anrichteten, können also nicht der Grund für die veränderte Lageeinschätzung der Strategen des US-Aussenministeriums sein - es würde sich dann schon eher eine Reisewarnung für Jordanien, wo beim Beschuss Aqabas ein Mensch starb und mehre verletzt wurden, oder für Ägypten anbieten, das selbst anerkennt, sein Staatsgebiet auf Sinai nicht kontrollieren zu können - für Jordanien besteht aber keine Reisewarnung, auch nicht für Ägypten. 
Es müssen also andere Tatsachen sein, und sie sind: der jüngste Angriff Libanons auf israelische Grenzsoldaten und das darauffolgende Ultimatum der Israelis [gestern berichtet]; die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Gaza, sprich, die Gründung und Konsolidierung von Terrorsplittergruppen zu einer regulären Armee, und, als "Sahnehäubchen", die erwartete Rede des Terrorscheichs Nasrallah, in der er die vom Libanon-Tribunal festgestellte Schuld seiner Bande an der Ermordung des gemässigten und liberalen Premiers, des Erzfeindes Assads und der Hisbollah Rafik al Hariri 2005 bestreiten und absurderweise Israel in die Schuhe schieben will. Sollte sich das Tribunal von Nasrallah und Assad aber nicht einschüchtern lassen und sein Urteil verkünden, dann ist sehr gut möglich, dass die Hisballah den drohenden Bürgerkrieg in Libanon nach Israel "exportieren" könnte. Der besagte Grenzzwischenfall war ein hinreichend eindeutiger Vorgeschmack darauf.

1 Kommentar:

  1. shalom .es ist schon erstaunlich wie
    israel die ganzen terrorangriffe über
    sich hat erdehen lassen.das schlimme ist das die westlichen medien die
    schuld immer israel zuschieben. was wird wenn die hamas eine armee im
    gazastreifen aufstellt?? die warnung der armerikaner gibt mir zu denken.irgend etwas wird und muss
    geschehen.eretz israel muss die heim
    statt aller juden bleiben. karl

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