Donnerstag, 26. August 2010

Versoenliche Toene aus Ankara

Der stellv. tuerkische Aussenminister hat gegenueber seinen US-Kollegen im State Department den Zwischenfall mit der Mava Marmara als "Streit unter Freunden" bezeichnet, berichtet die tuerkische Zeitung Zaman. Das Verhaeltnis der Tuerkei zu Israel und dem juedischen Volk habe sich nach dem Zwischenfall nicht geaendert, es bestehen nur "gewisse Einwaende" gegen die israelische Regierung. Tuerkische Diplomaten in Washington haben die Hoffnung geaeussert, dass das Verhaeltnis der Tuerkei zu Israel auf das selbe Niveau zurueckkehren werde - dies sei im Interesse der beiden Laender und der USA. Sie haben die Verpflichtung der Tuerkei betont, freundschaftliche Beziehungen zu Israel aufrechtzuerhalten. Die verbale 180-Grad-Wendung kam nach der Drohung des US-Kongresses, die Waffenexportpolitik gegenueber der Tuerkei, aehnlich wie im Fall Libanon, zu ueberdenken, sollte sich Ankaras aussenpolitischer Kurs nicht aendern. 
Die Freundschaftsbekundung zu Israel seitens der tuerkischen Diplomaten der zweiten Garnitur in Washington hat dem Premier Erdogan und seinem Aussenminister Davutoglu die eigene peinliche und schmerzhafte Auffuehrung erspart aber das Wohlwollen der US-Adminsitration gesichert. Die Sicherstellung von US-Waffenlieferungen sind eine Luege allemal wert. Ob sich der US-Kongress mit dem ihm zugeworfenen Knochen zufrieden gibt, ist fraglich, aber wahrscheinlich.

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