Dienstag, 24. August 2010

Warum jetzt?

PA- und Fath-Chef Abbas hat in einem Brief an die Beteiligten des Quartetts die Erklärung seines Chefunterhändlers Erekat wiederholt: die PA werde die Verhandlungen abbrechen, sollte Israel den Wohnungsbau für Juden in Juda und Samaria nach dem eigens verhängten Moratorium wieder aufnehmen. Israel hatte vor 9 Monaten einseitig und als Geste des guten Willens den zivilen Wohnungsbau in den Ortschaften Judas und Samarias eingestellt, um den Weg für die Verhandlungen zu ebnen. In dieser Zeit war die PA-Führung jedoch taub für die Aufrufe von allen Seiten, die Verhandlungen aufzunehmen. Denn in dieser Zeit wäre es rein theoretisch möglich gewesen, eine Regelung zu erreichen. Doch Abbas liess diese Zeit - mal mit Verweisen auf die fehlende Rückendeckung der arabischen Liga, mal aus Rücksicht auf die Stimmungen in der eigenen Bevölkerung, die nicht er, sondern die Hamas vertritt, mal aufgrund ungelöster Machtverteilungsfragen zwischen den Terrorfraktionen Fath und Hamas, letzteres übrigens ein wirklicher Grund - verstreichen und erklärte sich erst gegen Ende des Moratoriums zu Verhandlungen bereit. 
Die knapp vier Wochen zwischen dem von Clinton angekündigten Verhandlungsbeginn und dem Ende des Moratoriums am 26. September würden nicht einmal für Tarifverhandlungen im offentlichen Dienst einer mittelgrossen Kommune ausreichen. Und es geht nicht darum, in drei Wochen den Nahostkonflikt, eine Miniaturansicht des Globalkonflikts zwischen Zivilisation und Barbarei, Lebens- und Todeskult, zu lösen - es geht schon jetzt um die Schadensverteilung für das Scheitern: das absehbare Ende des israelischen Moratoriums auf Bautätigkeit im eigenen Land kann die arabische Autonomie in Juda-Samaria als einen "objektiven Grund" nutzen, die Verhandlungen platzen zu lassen. Damit ist die Last der drohenden Staatsgründung abgeworfen und man kann sich wieder getrost auf die Milliardentranfers der mitleidenden Palästinenserrechtler Eurabiens zurückziehen, genauer, die Steuergeldverschendung des europäischen Michels durch die volksfremde verbrecherische EU-Führungsschicht. Und der ewige Schuldige ist auch vorhanden.

Kommentare:

  1. shalom ,einen friedensvertrag mit der PA kann es ohne zustimmung der hamas und hisbollah,des iran und syrien und den anderen arabischen länder ,garnicht geben. abbas lässt wie immer platzen und die EU zahlt
    milliarden betrage an die armen,not
    leidenen palästinenser. karl

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  2. Schade, daß Israel so viel Rücksicht auf die "Öl-Diplomatischen" Interessen seiner Bündnispartner nehmen muß. Sonst hätte es das Palästinenser-Problem schon längst "unter den Bomben-Teppich kehren " können. Andere Länder- wie z. B. die USA- hätten es an deren Stelle schon längst getan. Nach über 60 Jahren Krieg und Terror muß endlich mal Schluß damit sein! Nicht Israel hat Vorleistungen zu erbringen, sondern die Islamfaschistischen Palästinenser! Nachdem all die Zuckerbrote nichts geholfen haben-der Versuch war ja lobenswert- muß jetzt endlich mal die Peitsche her.

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