Samstag, 25. September 2010

Abbas' Strategie fuer die Zeit danach

Vor dem Hintergrund der Drohungen des PA- und Fath-Vorsitzenden Mahmud Abbas, die Gespräche mit Israel abzubrechen, sollte der Bau in den jüdischen Städten Judas-Samarias morgen fortgesetzt werden, bemühen sich die konkurrierenden palästinensischen Terrororganisationen Fath und Hamas um Annäherung. Wie die Agenturen AP und AFP übereinstimmend Melden, haben die Mahmud Abbas und Chaled Maschal unterstehenden Terrorvereinigungen Fath bzw. Hamas in Damaskus die Wiederaufnahme der Gespräche zur "nationalen Aussöhnung" vereinbart. In Damaskus, dem Sitz der politischen Führung der Hamas traf sich Chaled Maschal mit dem Abbas-Gesandten Assam al-Ahmed, das Gesrpäch dauerte vier Stunden, nach seiner Beendigung zeigten sich die Seiten optimistisch. In der gemeinsamen Erklärung heisst es, die Fraktionen hätten die meisten Meinungsverschiedenheiten überwinden können, das nächste Treffen ist für Anfang Oktober vereinbart.
Der Schulterschluss mit der Hamas - die die Verhandlungen mit Israel unabhängig von ihren etwaigen Ergebnissen ablehnt - seitens der PA-Administration noch während der laufenden Gespräche mit Israel kann nur bedeuten, dass Abbas die Möglichkeit einer Einigung am Verhandlungstisch für sich gestrichen hat und sich bereits auf die Zeit nach seinem Abbruch der Gespräche mit Israel vorbereitet. Sollte nach drei Jahren Krieg zwischen Fath und Hams eine innerpalästinensiche Einigung tatsächlich wieder zustande kommen, dann wird in ihrem Ergebnis nicht die Hamas "friedlicher", sondern die Fath "radikaler". Allem Anschein nach bereitet die PA die Option vor, den Kampf gegen Israel mit anderen Mitteln, mit denen sie besser vertraut ist, fortzusetzen, und das ist Terror. [Foto: Abbas (Fath), Maschal, Haniyya (Hamas)]

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