Sonntag, 5. September 2010

Barak fliegt nach Moskau

Am Montag wird Israels Verteidigugnsminister Barak in Moskau erwartet, dort sind Treffen u. a. mit dem russischen Amtskollegen Anatoli Serdjukow geplant, meldet Kol Israel. Auf der Tagesordnung sei die Unterzeichnung des Abkommens über die Zusammenarbeit im Bereich Verteidigung. Barak wird voraussichtlich auch die geplante Lieferung russicher gepanzerter Truppentransporter an die PA-Miliz in Juda-Samaria ansprechen. 
Noch wichtiger und heikler ist ein weiterer Tagesordnungspunkt: Barak wird versuchen, die anstehenden Lieferungen der russischen Jachont-Raketen an Syrien zu verhindern bzw. hinauszuzögern. Der Marschflugkörper Jachont stellt aufgrund seiner Eigenschaften - 200 kg-Sprengkopf, 300 km Rechweite, Flug wenige Meter über der Wasseroberfläche, Überschallgeschwindigkeit, praktisch immun gegen die Raktenabwehr von Schiffen - eine tödliche Gefahr für die israeliche Marine dar. Sobald das regime Assad in Besitz der Waffe ist, ist deren Weitergabe an die Hisbollah nicht mehr auszuschliessen. Bereits im Zweiten Libanon-Krieg griff die Terrormiliz Schiffe der israelischen Marine mit Marschflugkörpern an und beschädigte eine Hanit-Korvette schwer, vier Besatzungsmitglieder wurden damals getötet. Eine nachträgliche Untersuchung zum Zwischenfall stellte damals fest, dass das Raketenabwehsystem des Schiffes zum Zeitpunkt des Angriffs deaktiviert war, weil man nicht geahnt hatte dass die Hibollah solche Waffen überhaupt besitzt.

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