Donnerstag, 16. September 2010

EU, USA: trotz Angriffen weiter Druck auf Israel

In der Nacht zum Donnerstag flog die Luftwaffe Vergeltungsangriffe auf Ziele im Gazastreifen. Neben den ueblichen Zielen wie Waffen- und Munitionslager wurde auch eine Seifen- und Waschmittelfabrik nord-westlich von Chan Yunis im suedlichen Gazastreifen bombardiert. Auch in den Lagerhallen dieser Fabrik wurden Raketen gelagert, doch nach den Informationen des Armeegeheimdienstes wurden dort neben den herkoemmlichen Haushaltswaschmitteln auch chemische Kampfstoffe hergestellt, unter anderem auch Phosphor, das sowohl im Herstellungsverfahren von einigen Seifensorten verwendet werden kann, aber, wie man gestern nach dem Phosphorbombenangriff gesehen hatte, nicht nur. Aus palaestinensischen Quellen gab es keine Meldungen ueber Opfer. Wegen der gestiegenen Intensitaet der Angriffe aus Gaza wurde der Militaerbezirk Sued in erhoehte Alarmbereitschaft versetzt, berichtet Arutz 7.
Waehrend auf Israel seitens der Abbas- und Hussein-Administrationen und Eurabiens Druck ausgeuebt wird, das Baumoratorium fuer Juden in Juda-Samaria zu verlaengern, werden die taeglichen Angriffe auf Israel, wenn ueberhaupt, nur am Rande erwaehnt und nicht verurteilt. US-Aussenministerin Clinton soll von Netanjahu gefordert haben, das Moratorium fuer weitere 3 Monate zu verlaengern. Bei der Inbrunst, mit der die Hussein-Administration die Belange der arabsichen Autonomiebehoerde in Juda-Samarie vertritt, kann sich der eigentliche Verhandlungsfuehrer der PA Abbas entspannt zuruecklehnen, auf seinen Maximalforderungen bestehen, bei deren Nichterfuellung die Gespraeche beenden aber Israel dafuer fuer schuldig erklaeren - mit einstimmigen Verurteilungschor gegen Israel von allen Seiten. Dieses Szenario ist in 10 Tagen wahrscheinlicher, als jedes andere.
Debka berichtet vom angeblichen Rueckzugsplan Netanjahus fuer die Golanhoehen, mit dem er Assad an den Verhandlungstisch bringen moechte. Mit dem Plan "bewaffnet" reist Mitchell nach Damaskus, um Assad das Gespraechsangebot Netanjahus zu uebermitteln. Waehrend Debka einen detaillierten Plan inklusive Landkarte praesentiert, hat Netanjahu nicht einmal sein engeres "Siebner-Kabinett" darueber unterrichtet. Mit dem Plan wollte Netanjahu vor anderthalb Monaten die "syrische Richtung forcieren" und den Konflikt mit der PA auf der Prioritaetenskala herunterstufen. Mit diesem Agendasetting ist er beim amerikanischen Praesidenten  gescheitert, der nun diesen Selbstabdankungsplan aber als zusaetzliches Druckmittel gegen ihn selbst verwendet. In der Regierungskoalition und in Israel allgemein wird derweil das Treiben Netanjahus, der immer mehr die Bodenhaftung zu verlieren scheint, immer skeptischer beaeugt.

1 Kommentar:

  1. shalom. dies verhandlungen sind doch
    absolut unsinnig. wie kann man mit seinen feinden die israel und sein volk vernichten wollen,verhandeln.die bedingungen abbas sagen doch schon alles.der siedlungsstopp darf nicht
    verlängert werden.jedes nachgeben wird
    als schwäche angesehen. solange noch
    raketen aus israel abgaschossen werden
    sollte man die verhandlungen beenden.
    einen frieden wird es mit dieser bande
    nie geben. <<gut shabbat und yom kippur wünscht karl<<

    AntwortenLöschen