Montag, 13. September 2010

Frankreichs Botschafter bittet um Audienz im Fuehrerbunker

Frankreichs Botschafter im Libanon hat, der libanesischen Zeitung Al Akhbar, die der Hisbollah nahesteht, zufolge offiziell um ein Treffen mit dem Chef der Terrorarmee Nasrallah gebeten. Das Ziel des Treffens sei die "Festigung der Beziehungen zur Organisation." Die Meldung hat der erste israelische Rundfunk Kol Israel wiederholt. Offizielle Vertreter des franzoesischen Staates haben sich geweigert, die obige Meldung zu kommentieren. 
Frankreich bemueht sich offensichtlich um Spannungsabbau angesichts der im September anstehenden Verkuendung der Anklage Hisbollahs durch das Internationale Tribunal fuer den Libanon zum Mord am ex-Premier Rafik al Hariri. Der jetzt amtierende Sohn Saad hat Nasrallah vor ca. 1,5 Monaten informell ueber die Untersuchungsergebnisse des Tribunals informiert, wonach letzterer rege Aktivitaet in seinem al-manar-Fernsehen entwickelte, um die Schuld dem "zionistischen Feind" zuzuweisen [wir berichteten]. Vor einer Woche hatte Saad al Hariri den syrischen Praesidenten gebeten, seinen anfaenglichen "Irrtum", Syrien wuerde hinter dem Verbrechen stecken, zu entschuldigen. Die Verkuendung der Anklage birgt nach uebereinstimmender Meinung von saemtlichen Beobachtern ein hohes Explosionspotential fuer den gesamten Nahen Osten, und nicht nur einen innerlibanesischen Buergerkrieg. Der Besuch im Bunker Nasrallahs, sollte er ueberhaupt stattfinden, koennte aber auch in anderen Zusammenhaengen stehen.

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