Sonntag, 26. September 2010

Iran bestätigt Angriff auf Industrieserver

Mahmoud Alyaee, der für die Netzwerksicherheit und Industrieserver zuständige Staatssekretär im iranischen Industriministerium, hat gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur MEHR bestätigt, dass seit Anfang August mindestens 30.000 Rechner des zentralen Steuerungssystems der iranischen Industrie durch einen Computerwurm namens "Stuxnet" weitgehend lahmgelegt wurden. Ähnliches berichtet Debka. Alyaee erklärte, dass es sich ohne Zweifel um "Cyberterror" handele. Nach seinen Worten ist das Virus so programmiert, dass es den Maschinen, über die es die Kontrolle erlangt hat, physischen Schaden zufügt: Maschinen und Roboter in  ausgewählten Betrieben würden plötzlich so umgesteuert, dass sie ihrem eigenen Prozess und Endprodukt schaden. Darin erschöpft sich die Wirkung des Virus aber nicht - es "pumpt" sensible Informationen aus dem Rechner heraus und leitet sie an seine Operatoren ausserhalb des Landes weiter. Bis jetzt bestand die Führung in Teheran darauf, dass der Westen seine Informationen über den Fortschritt des Atomprogramms ausschliesslich von den iranischen Überläufern und Doppelagenten bekomme. Debka meldet unter Berufung auf IAEO-Beobachter, dass "technische Probleme" das iranische Urananreicherungsprogramm deutlich verlangsamt hätten, und dass seit August 3.000 Zentrifugen in Natanz stillgelegt sind.

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