Montag, 20. September 2010

Netanjahu in der Pollard-Falle

Jonathan Pollard, ein ex-Nachrichtenoffizier der US-Navy, wurde 1985 durch die FBI wegen angeblicher Spionage fuer Israel verhaftet und befindet sich seit 1987 in lebenslanger Haft. Vor der drohenden Verhaftung wandte sich Pollard an die israelische Botschaft mit einem Asylantrag, der aber abgelehnt wurde. 1996 wurde Pollard die israelische Staatsbuergerschaft verliehen, jede israelische Regierung bemuehte sich seitdem um seine Freilassung, bislang erfolglos. Wie Arutz 7 heute meldet, befasse sich gegenwaertig die Premierministerkanzlei mit der Idee, Pollard im Gegenzug fuer eine Verlaengerung des Baumoratoriums fuer weitere 3 Monate freizulassen. Um wessen Initiative es sich handelt, ist unklar. Die Kanzlei selbst hat immer betont, dass keine Aenderungen am Moratorium geplant seien, das fristgerecht ablaufen werde.
Wenn wir eine Prognose wagen, dann hat diese Idee schon aus dem Grund keine Chance, weil die USA am Fortgang der Verhandlungen nicht mehr interessiert sein koennen, als die PA, die nie von Gesten oder Zugestaendnissen spricht, sondern nur Forderungen stellt und mit dem Abbruch der Gespraeche droht. So wichtig ist den USA die "palaestinensische Sache" auch wieder nicht, dass sie ihr ihre Nationalinteressen opfern werden. Schliesslich verhandelt Israel immer noch mit der PA und nicht mit den USA. Die Regierung Israels geraet damit aber in ein schwieriges Dilemma, vor allem dann, wenn die USA einwilligen.

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