Montag, 27. September 2010

Obamas Nebenbuhler will auch

Auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem PA-Chef Abbas in Paris aeusserte Frankreichs Praesident Sarkozy sein "Bedauern" ueber das Ende des Moratoriums in Israel und gab Netanjahu die folgende Anweisung: "Der Siedlungsbau muss aufhoeren. Israel hatte ein Moratorium fuer 10 Monate verhaengt und es muss um weitere 3 - 4 Monate verlaengert werden, um dem Frieden eine Chance zu geben", so Sarkozy laut  Arutz 7. Dieser Satz ist in doppelter Hinsicht ein Unfug. Er ist in sich widerspruechlich: entweder "hoert das juedische Siedeln auf", oder man "verlaengert das Moratorium". Und wenn Sarkozy fuer eine Chance "3 - 4 Monate" braucht, warum hatten dann 10 nicht ausgereicht? Wenn der franzoesische Praesident halbwegs zurechnungsfaehig ist, versteht er das alles auch - nur geht es ihm nicht darum.
Er moechte die nordafrikanische Kolonie in Europa, die er befehligt und wo der Terroralarm zum Normalzustand geworden ist, zum neuen Ankerpunkt der Nahostdiplomatie machen, nachdem das Duo Hussein-Clinton erst einmal gescheitert ist. Im Oktober moechte er fuer einen neuen PA-Israel-Gipfel nun seine Arena anbieten und dieselben Statisten [Aegypten und evtl Jordanien] einladen, wenn denen die Zeit nicht zu schade ist. "Nichts geht ohne die USA - doch muss dieses starke Engagement ein exklusives sein? Das ist seit Camp David 10 Jahre lang die Frage gewesen. Wenn so ein exklusives Engagement ausreichend waere, wuerden wir es mittlerweile wissen." Das ist der Kernpunkt. Es zwingt sich eine Analogie zu den palaestinensischen Terroristen auf, die um die ermodeten Juden wetteifern: wer fuer die Nahostgespraeche die Buehne bittet, macht Weltpolitik und ist wichtig. Sarkozy meint, das er jetzt dran ist. Um Ergebnisse, die es nicht geben kann, geht es auch nicht. Mit der Deportation von Zigeunern hat Frankreich sein letztes Sicherheitsproblem gelöst und kann sich jetzt des Nahen Ostens annehmen. [Foto: 2008 mit PM Olmert]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen