Sonntag, 12. September 2010

Ahmadinedschad zur Koranverbrennung

Barfuss vor dem grossen Führer
Die Idee des US-amerikanischen Pastors Terry Jones, 2977 Koranexemplare im Andenken an die ebensovielen Opfer der Anschläge des 11.09.2001 zu verbrennen, nahm der iranische Präsident Ahmadinedschad zum willkommenen Anlass, nochmals seine Absichten in Bezug auf "Zionisten und Kreuzritter" kundzutun, sollte sie jemand nicht mehr so scharf in Erinnerung haben: Die Aktion [der Koranverbrennung] sei "eine zionistische Provokation, für die Israel zahlen werde. Die Zionisten und ihre Anhänger erwartet ein vollständiges Verschwinden, und solche Verzweiflungstaten werden sie nicht nur nicht retten, sondern ihre Vernichtung beschleunigen", sagte Ahmadinedschad bei seinem Treffen mit dem Rat der Ajatollahs in Teheran.
Die Aufregung um die Verbrennung der Schrift, die zur Vernichtung von "Ungläubigen" bis zur Vollendung der globalen Islamisierung aufruft, will sich derweil nicht legen. Nach anfänglichem Zurückrudern hat der Pastor an den Imam von New York Faisal Abdul Rauf die Forderung gestellt, von seiner Idee der Errichtung eines "islamischen Kulturzentrums" am Ground Zero abzurücken. Sollte er diser Forderung nicht nachgehen, werde er seinen Plan "ohne zu zögern verwirklichen". Der Imam hat wiederum erklärt, dass ihm nichts über irgendwelche Pläne zur Verlegung des Baus an einen anderen Ort bekannt sei. 

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