Dienstag, 21. September 2010

TIME-Journalist hetzt gegen Israel - und faehrt dann hin

In der Ausgabe der US-Zeitschrift TIME vom 13. September erschien ein Artikel dessen politischen Beobachters Karl Vick mit dem Titel "Why Israel Doesn´t Care About Peace" [in etwa: "Warum sich Israel nicht um Frieden schert"] , der es sogar auf das Titelbild brachte. Die Frage des Ob ist fuer Vick schon beantwortet und er fragt nur nach dem Warum. Wenn man nach der Ueberschrift noch Lust hat, weiter zu lesen, um evtl. etwas neues zu erfahren, wird man schnell enttaeuscht, denn selbst in Sachen Pflege und Bedienung antisemitischer Vorurteile bietet der Artikel nichts bahnbrechendes. Das Leitmotiv des Artikels ist die Gegenueberstellung der reichen, auf Kosten des Staates lebenden und die benachbarten Araber exploitierenden "Siedler" mit der notleidenden, rechtlosen und ausgebeuteten "palaestinensischen" Bevoelkerung Judas-Samarias. Der Artikel loeste natuergemaess Emotionen sowohl in den juedischen Gemeinden und bei den mit Israel stehenden Christen, als auch im  vielfaeltigen antisemitischen Milieu aus.
Der im Regionalbezirk Samaria fuer Auslandsbeziehungen zustaendige David Ha'Ivri setzte sich nach der Lektuere mit dem Autor telefonisch in Verbindung und lud ihn zu einer Erkundungsreise nach Samaria ein, auf Kosten des Regionalbezirks. Damit sollte er die Gelegenheit bekommen, sich mit den Objekten seiner Kritik zumindest nachtraeglich vertraut zu machen, berichtet Arutz 7. Nachdem Vick erfahren hatte, mit wem er spricht, erwartete er als erstes Beschwerden, Beleidigungen und Drohungen und wurde nach eigenen Worten gehoerig ueberrascht, dass der Vertreter der von ihm verteufelten "Siedler" ihn einladen will, und auch noch auf eigene Kosten.
Nach langem Zoegern nahm er das Angebot schliesslich doch an. Er besuchte in Begleitung von Ha'Ivri und des Vorsitzenden des Regionalbezirks Gerschon Mesika mehrere Ortschaften in Samaria, darunter Bruchim, die Stadt Ariel und das Industriegebiet Barkan, wo er die "versklavten" Araber zu sehen bekam. Seine Eindruecke zusammenfassend sagte Vick, dass der von ihm veroeffentlichte antiisraelische Artikel "Frucht eines Irrtums" war und "teilweise auf ungenauen und ungeprueften Informationen" basiere. Er stellte fest, dass das von ihm gezeichnete Bild von den "Ausbeutern" und "Ausgebeuteten" mit der Realitaet vor Ort nichts zu tun hat. Auch die Beschaeftigungsverhaeltnisse von Arabern aus benachbarten Doerfern in Barkan fallen auf keinen Fall unter solche Begriffe wie Sklavenarbeit oder Ausbeutung. Vick liess offen, ob er diese "Korrekturen" an der eigenen Darstellung ebenfalls in TIME veroeffentlichen moechte, liess aber im Gespraech mit seinen Begleitern erkennen, dass er schliesslich immer noch angestellt sei und seine Artikel nicht ohne Ruecksichtnahme auf "bestimmte Interessen" veroeffentlichen duerfe.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen