Samstag, 25. September 2010

Unbestätigt: iranisch-amerikanische Verhandlungen am Rande des UN-Gipfels

Am Rande der UN-Vollversammlung in New York hat der iransche Präsident Ahmadinedschad erklärt, dass er  wieder bereit sei, mit der "sechser"-Grupper über sein Urananreicherungsprogramm zu verhandeln, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Der Iran sei an der Urananreicherung bis zu 20% "nicht interessiert", sondern ausschliesslich an der medizinischen und zivilen Nutzung. Zum Vorhandensein von über 2 kg auf 20% angereichtertem Uran äusserte er sich nicht und warf den westlichen Staaten vor, überzureagieren und die Situation um sein Atomprogramm "übermässig zu politisieren". Auch die jüngste Ausweisung von zwei IAEO-Inspekteuren [wir berichteten] wollte Ahmadenidschad nicht kommentieren. Sollte der Westen bereit sein, radioaktive Elemente für medizinische Zwecke zu liefern, sei die iranische Führung "unter Umständen" bereit, die Frage der Einstellung des Urananreicherungsprogramms wieder zu "erörtern".
Ebenso energisch, wie er den friedlichen Charakter des iranischen Atomprgramms betonte, dementierte Ahmadinedschad die geheimen Verhandlungen mit der Hussein-Administration in New York am Rande des UN-Gipfels. Die Ha'Aretz meldet unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten in der US-Administration, dass die Vertreter der beiden Regierungen im UN-Hauptquartier über die Wiederaufnahme von "informellen" diplomatischen Beziehungen verhandelten. Die Meldung wurde von offizieller amerikanischer Seite weder bestätigt noch dementiert.

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