Mittwoch, 13. Oktober 2010

Ahmadinedschad in Beirut eingetroffen

Um 8:21 israelischer Zeit landete auf dem Rafik-al-Hariri-Flughafen in Beirut das Flugzeug mit dem iranischen Praesidenten Ahmadinedschad an Bord, berichtet die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA. Abertausende meist schiitische Libanesen bereiteten dem lang ersehnten Gast einen grandiosen Empfang, entlang der gesamten Schnellstrasse die vom Flughafen in die Stadt fuehrt, versammelten sich seine Anhaenger mit den Fahnen des Iran und der Hisbollah, warfen ihm Blumen entgegen und preisten in ihren Sprechchoeren die Groesse des Fuehrers. Das Al Manar-Fernsehen der Hisbollah verfolgt jeden Schritt und jede Bewegung des Fuehrers bei seinem ersten und historischen Besuch auf dem libanesischen Boden. Gegenwaertig wird er vom libanesischen Staatspraesidenten Suleiman empfangen.
Geplant seien Treffen mit dem Premierminister, dem Parlamentssprecher und "einer Reihe von weiteren hochrangigen politischen Akteuren", unten den letzteren Scheich Nasrallah, den Ahmadinedschad voraussichtlich morgen treffen soll. Der Besuch, bei dem die "wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Laendern" gestaerkt werden sollen, wird von den westlichen Analytikern als ein weiterer Versuch gesehen, Libanon an die Achse Damaskus-Teheran anzuschliessen, die Hisbollah als Staat im Staate Libanons zu staerken und damit die Souveraenitaet der mehrheitlich sunnitischen Zentralregierung zu untergraben.

In den libanesischen Medien tauchten Berichte auf, nach denen sich auch hochrangige Vertreter der Tuerkei dem Gipfel der Achse anschliessen wollen. MK Prof. Arje Eldad [Ihud Leumi] hat sich derweil dafuer ausgesprochen, Ahmadinedschad nicht lebendig nach Teheran zurueckkehren zu lassen. Er rief die Heeresleitung dazu auf, den iranischen Praesidenten zu liquidieren, sobald er in die Reichweite der israelischen Scharfschuetzen in Suedlibanon kommt. Nach den Worten Eldads haette es Holocaust nicht gegeben, wenn sich 1939 ein mutiger juedischer Soldat gefunden haette, der Hitler erschossen haette. [Foto: Ahmadinedschad auf dem Weg vom Flughafen]

1 Kommentar:

  1. Besser wäre es, ein Libanese, würde sich finden, den Irren von Teheran abzuknallen......

    AntwortenLöschen