Mittwoch, 20. Oktober 2010

Angriff in Buenos Aires: Iran verweigert Zusammenarbeit

Am 18. Juli 1994 rammte ein mit Sprengstoff beladener Laster das israelische Gemeindezentrum in Buenos Aires. 85 Menschen kamen ums Leben, hunderte wurden verletzt, vom Zentrum blieb nichts uebrig. Die bisheringen internationalen Ermittlungen haben eindeutig ergeben, dass der Angriff vom Iran aus gesteuert wurde und der jetzige Verteidigungsminister der Regierung Ahmadinedschad Ahmad Vahidi - bis heute durch die Interpol per Haftbefehl "gesucht" - mit seiner damaligen Terrorzelle den Anschlag organisiert hatte. Der Iran verweigert bis heute jegliche Zusammenarbeit mit den Ermittlungen.
Im letzten Monat schlug die argentinische Praesidentin Cristina Fernandez vor, ein Drittland als Prozessort gegen die mutmasslichen Moerder zu waehlen, in dem ein faierer Prozess gewaehrleistet sein koennte, um Bewegung in den festgefahrenen Prozess zu bringen. Bislang hatte Argentinien die Festnahme und Auslieferung der fuehrenden iranischen Offiziellen, darunter Vahidi, gefordert. Es gibt nichts unwahrscheinlicheres, als die Auslieferung Vahidis durch die jetzige iranische Regierung. [Foto, Gemeindezentrum nach dem Anschlag, AP]

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen