Mittwoch, 6. Oktober 2010

Des Westens vergessener Krieg

Seit der Schliessung des Grenzuebergangs Torkham nach Afganistan durch die Regierung Pakistans vor einer Woche sind die NATO-Versorgungskonvois in einer Falle und werden taeglich neuen Angriffen ausgesetzt, wie auch heute. Wie Arutz 7 berichtet haben Freischaerler in diesem von keiner Staatsgewalt kontrollierten Stammesgebiet allein heute mehr als zwei dutzend Tankwagen angezuendet und einen Fahrer ermordet. 
Die Regierung in Islamabad hatte, mangels eigener Kapazitaeten, laengere Zeit das militaerische Engagement der NATO in diesem Gebiet stillschweigend hingenommen. In den letzten Wochen produzierten allerdings die Drohnen- und Helikoptereinsaetze immer hoehere Opferzahlen unter den Zivilisten, was die pakistanische Regierung in Zugzwang brachte. Und diese fand den Ausweg darin, die Versorgungstruppen der westlichen Allianz zu blockieren und zum Abschuss freizugeben. Auf diese Weise will sie den Westen - der bei seiner besessenen Beschaeftigung mit Israel und seiner Armee die eigenen Kriege und Krieger vergessen hat - zu mehr Ruecksicht auf Zivilisten zwingen. Der Ausloeser fuer diesen radikalen Schritt der pakistanischen Regierung war die Tatsache, dass bei einem der letzten Hubschrauberangriffe auch drei pakistanische Soldaten ums Leben kamen. Die ungewoehnlich abstrakten Terrorwarnungen der USA fuer Europa hatten nicht zuletzt die eskalierende Lage in dieser Region als Hintergrund.

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