Donnerstag, 7. Oktober 2010

"Libanon bereitet sich vor"

Der Süden Libanons ist schon jetzt fest in iranischer Hand. Im Rahmen der Vorbereitungen auf den Besuch Ahmadinedschads hat das Korps der Garden der Islamischen Revolution damit begonnen, geschätzte 2.500 Elitesoldaten in den Libanon zu verlegen, um den geregelten Ablauf des Besuchs und die Sicherheit des Gastes zu gewährleisten. Die iranischen Truppen werden mit Spezialflügen der iranischen Luftwaffe nach Damaskus und von dort aus weiter mit den Bussen in den Libanon gebracht, berichtet Debka. Die Chancen des US-Gesandten in Syrien Fred Hoff, die Führungen in Damaskus und Beirut zur Absage an Ahmadinedschad zu bewegen, oder auch nur den Ablauf seines Besuchs zu ändern, stehen schlecht. Nicht zuletzt deshalb, weil die Regierung in Beirut leider die letzte ist, die danach gefragt wird, ob der iranische Präsident in den Libanon reisen darf oder nicht.

Hinter der Rauchwolke, die der iraninische Präsident mit seinen provokativen Ideen herstellt, vollzieht sich auf dem Boden ein weitreichender Prozess der Iranisierung des Libanon. Das Truppenkontingent der Revolutionsgarden in Libanon wird während des Staatsbesuchs das grösste ausserhalb des Iran sein - ausser der Hisbollah - und man kann ruhig davon ausgehen, die der Grossteil der iranischen Gardisten dort auch nach dem Besuch Ahmadinedschads verbleibt. Zur Sicherung seines leiblichen Wohls und seiner Delegation im Südlibanon wird ihm ausserdem die Hisbollah ca. 5000 eigene Kopfjäger an die Seite stellen. Der Höhepunkt der Reise soll sicherlich das angekündigte Treffen mit seinem Statthalter für den Libanon Scheich Hasan Nasrallah sein. Darüber, ob der Scheich seinen Bunker öffentlich verlässt und über das sonstige Format des Treffens gibt es bislang nur Spekulationen.

1 Kommentar:

  1. warum sollte er nicht einreisen? immerhin sagt er was die meisten leute denken und dazu auch noich die wahrheit!

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