Montag, 11. Oktober 2010

Lieberman weist EU-Einmischung zurueck

Bei seinem Treffen mit den Amtskollegen aus Spanien und Frankreich Moratinos und Kouchner in Jerusalem hat Aussenminister Lieberman die Einmischung der EU in den Nahostkonflikt an der Seite der arabischen Administration in Juda-Samaria und die Drohung von Kouchner vom Vortag, Israel eine alternative Loesungsmoeglichkeit aus dem Vorschlagskatalog der arabischen Liga und ausserhalb des Verhandlungsweges aufzuzwingen, in scharfer Form zurueckgewiesen. "Der Druck auf Israel kann das Gegenteil bewirken - anstelle einer Regelung am Verhandlungstisch eine Explosion, wie es schon einmal nach den gescheiterten Gespraechen zwischen Barak und Arafat in Camp David 2000 geschah", erklaerte Lieberman an die EU-Kollegen. "Eher ihr hier herkommt und uns belehrt, wie man Konflikte loest, solltet ihr zuerst alle Konflikte in Europa loesen. [...] Wir sind nicht bereit, Tschechoslowakei der neuen Generation zu werden - das Land, das im vergangenen Jahrhundert an die Nazis ausgeliefert wurde, um sie zu beschwichtigen.
Wir werden weiter fuer unsere Interessen eintreten", fuegte Lieberman mit Bezug auf das bekannte Muenchner Abkommen hinzu. Israels Aussenminister regte seine Gaeste dazu an, sich vorrangig mit den ungeloesten Konflikten in Europa - Zypern, der voelkerrechtswidrigen Abspaltung des Kosovo von Serbien, Nordkaukasus, Baskenland oder Nordirland - zu befassen, geschweige denn  mit  den anderen  viel groesseren Konfliktherden  weltweit,  eher man sich des Nahostkonflikts annehme.
Nach dem Besuch in Jerusalem flogen Moratinos und Kouchner weiter nach Amman, wo sie mit dem jordanischen Koenig Abdullah II und dem PA-Praesidenten Abbas ueber die gegenwaertige Situation im Verhandlugnsprozess mit Israel sprachen. Die genannten EU-Minister aeusserten sich "optimistisch" und sind sich "sicher, helfen zu koennen", berichtet Kol Israel. Kouchner entgegnete spaeter in Amman, dass die EU "ein Beispiel gelungener Integration" sei, und man sich deshalb fuer qualifiziert halte, im Nahen Osten Frieden zu schaffen.

1 Kommentar:

  1. Herr Liebermann hat Recht. Europa nimmt offensichtlich immer die Seite Arabers. Die Arabers haben 22 Staats. Die Juden aber nur ein und klein. Wenn die Europear möchten noch 23 arabische Land auf Jeudea und Samaria gründen, ist es nur ein Versuch von endgültiger Lösung der jüdische Hitlerfrage oder anders - Revanschismus. Wenn Europa will WIRKLICH helfen - die kann 2 Millionen Arabers aus Jeudea und Samaria in EU frei einwandern lassen. Diese gezielte Einwanderung kann wenigstens ein älterstes Konflikt zu Ende bringen statt unklarer und fehlerhafter Immigrationspolitik mit Einwanderung mehreren Millionen Muslimen aus ihren Heimatstaaten.

    AntwortenLöschen