Dienstag, 5. Oktober 2010

"Mini-Al-Quds" 500 Meter vor Israel

Im libanesischen Dorf Marun ar Ras, einem der Kriegsschauplaetze des zweiten Libanonkrieges, in 500 Meter-Entfernung von der israelisch-libanesischen Grenze wird  unter Hochdruck am Park "Mini-Al-Quds" gebaut, der eine Nachbildung des Tempelberges und der darauf stehenden Al Aksa Moschee enthalten soll. Bis zum 13. Oktober muss das Objekt koste es was es wolle fertig gestellt werden - an dem Tag wird der iranische Praesident in Libanon erwartet. Von der Aussichtsplattform des Parks bietet sich bei klarem Wetter eine wunderbare Sicht des israelischen Territoriums bis nach Akko. Die Zeitung Yediot Ahronot berichtet von der verhaltenen Begeisterung der Anwohner der angrenzender israelischen Gemeinden und Kibuzzim, in deren Naehe mit iranischem Geld gebaut wird.  Selbstverstaendlich kann Libanon und seine iranischen Investoren bis zum letzten Millimeter bis zur israelischen Grenze dort und das bauen, was sie wollen.
Der Buergermeister des Moschavs Avivim  Schimon Biton ist sich jedoch sicher, dass das Objekt nicht nur als Tourismusziel, sondern auch als strategisch idealer Stuetzpunkt fue den Beschuss Israels gedacht ist. Bislang deutet nichts darauf hin, dass der charismatische iranische Fuehrer sich von seinen Reiseplaenen im Sueden Libanons abbringen laesst.
Das offizielle Jerusalem unterstreicht, dass der Besuch Ahmadinedschads Libanon viel mehr schadet als Israel: "Libanon wird das Hauptopfer dieses Besuchs, und wenn Libanon nicht als Schaff im Maul des iranischen Krokodils sterben moechte, sollte sich das Land laut und deutlich gegen den Besuch dieses Provokateurs aussprechen. Der Besuch des Feindes wird Israel keinen Schaden zufuegen. Wir haben davor keine Angst - fuer uns ist es nur ein weiterer Terrorist im Sueden Libanons. Libanon ist es, wer Interesse daran haben muss, das trojanische Pferd nicht ins Land hineinzulassen", sagte der Pressesprecher des israelischen Aussenministeriums Josi Levi.

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